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Hohe Flexibilität steht auch bei Bund Automation im Vordergrund. Das Unternehmen präsentiert auf der Lasys 2010 erstmals den neu entwickelten Laserschweißautomaten Laser PIR 90-750, bei dem die einzelnen Komponenten durch ein flexibles Baukastensystem zusammengestellt und miteinander verknüpft werden können. „Unser Ziel war, durch eine komplett neue Konstruktion und mit Hilfe Energie sparender Komponenten, den Anwendern eine Lösung anzubieten, die sowohl Kosteneinsparungen beim Kauf als auch im Betrieb von 50 Prozent erreicht“, sagt Wolfgang Wieland, Projekter Laserschweißen bei Bund Automation.
Einsatz eines 6-Achs-Industrieroboters macht Laserschweißautomaten hoch flexibel
Das Besondere: Die Laserquelle ist fixiert. Der Laserstrahl zielt dabei immer senkrecht nach unten. „Dadurch erhalten wir hohe Sicherheit“, so Wieland weiter, „und sparen gleichzeitig enorm Kosten gegenüber Anlagen, bei denen der Laserstrahl in alle Richtungen strahlen kann.“ Durch den Einsatz eines 6-Achs-Industrieroboters ist die Anlage hoch flexibel, trotz des fixierten Lasers. Unterschiedlichste Werkstücke können vom Roboter zu den jeweiligen (Schweiß-, Löt-) Positionen bewegt werden. Auch das Abfahren der Schweißnähte erfolgt auf diese Weise. Ein weiteres Plus: „Der verwendete fasergekoppelte Diodenlaser weist einen Wirkungsgrad von etwa 40% auf, im Vergleich zu herkömmlichen Technologien mit nur drei bis vier Prozent“, so der Projektleiter.
Laserschweißroboter RV16L-FT reduziert Anzahl der Vorrichtungs-Rüstwechsel
„Laserschweißen wird immer wirtschaftlicher. Dies ist unter anderem bedingt durch die hervorragende Qualität und Maßhaltigkeit der geschweißten Bauteile bei sehr geringer Nacharbeit“, weiß Markus Krütten. Er ist Fachbereichsleiter Lasertechnik bei Reis Robotics in Obernburg. So wird das Unternehmen auf der Lasys 2010 den Laserschweißroboter RV16L-FT mit der von Reis Lasertec entwickelten modularen Schweißoptik MWO präsentieren. Dieses Paket sei laut Hersteller speziell für das Laserschweißen mit fasergeführten Lasern ausgelegt.
„Einzigartig ist die Laserstrahlführung in der Roboterhand für die orientierte Zufuhr von Prozessgasen und Zusatzdraht sowie die Adaption des Lichtleitkabels in der kompakten Roboterarmstruktur. Durch diese Lösung kann die 3D-Fähigkeit des Roboters mit großer Bewegungsfreiheit und Dynamik genutzt werden,“ erklärt Krütten. Mit einfachen Industrierobotern sei dies häufig so nicht möglich. Wegen der besseren Zugänglichkeit komme der Anwender oftmals auch mit weniger Vorrichtungs-Rüstwechseln aus, was insbesondere bei einer großen Bauteilevielfalt und/oder kleineren Losgrößen eine erhebliche Zeitersparnis bedeute.
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