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Ohne Rohr-Lasermesstechnik geht es heute nicht mehr in der industriellen Fertigung. Die Verwendung von freiformgebogenen Rohren explodierte, doch viele Hersteller waren skeptisch bezüglich des Laserscannens. Schließlich waren sie doch taktiles Messen gewohnt und hatten sich seit Jahrzehnten darauf eingestellt.
Rohr-Lasermesstechnik ist in der industriellen Fertigung angekommen
Ein Laser kam hier noch nie zum Einsatz, doch mit den freiformgebogenen Rohren änderte sich das schlagartig. Es ging nicht mehr ohne 3D-Linienlaser. Ungewöhnlich schnell läuft parallel zum Messvorgang der Graphikaufbau des gemessenen Rohres aufgrund der in „realtime“ errechneten Rohrdaten und lässt das komplexe Lasermessmodul für Tezet-CAD für freiformgebogene Rohre wie ein Kinderspiel aussehen (Bild 4). Das Laserzeitalter hatte begonnen.
Nach der Investition in ein Lasermessgerät soll der Laser natürlich auch für traditionell gebogene Rohre genutzt werden. Aber das Laserscannen dauerte länger als die herkömmlichen taktilen Messungen oder bei dünneren Rohren die Messung mit der In-frarotgabel. Hier war Tezet wieder gefordert. Es musste eine Lösung geben, die eine schnellere Methode erlaubte, um den Kundenwünschen entsprechen zu können.
Laserline-Messen in Tezet-CAD macht neue Messung von Rohren möglich
Früher war mit einer Gabelsonde das schnelle Messen mit zweimal Eintauchen am Anfang und Ende eines geraden Rohrabschnitts möglich. Allerdings geht die Messung von einem hundertprozentig runden Rohr aus. Die Schnelligkeit sollte jedoch vom Laser übertroffen werden. Statt der zweimaligen Messung am Anfang und am Ende der Geraden entstand deshalb die Idee, diese Gabelmessung durch zwei Laserlinien zu ersetzen. Die Laserline-Messung basiert ebenfalls auf dem Prinzip des geraden und runden Rohres aus. Sie verläuft viel schneller – und wurde deshalb vom Markt dankbar angenommen (Bild 5).
Das Laserline-Messen, ein Modul in der Spezialsoftware Tezet-CAD, evaluiert zwischen gestriger Gabelmessung und heutiger Lasertechnik. So ist zusammen mit der Rohrsoftware und einem neuen Rechenalgorithmus eine völlig neuartige Lasermessung von Rohren realisierbar. Diese ermöglicht sogar die „Bocksprung“-Funktion, weil in Tezet-CAD die taktil zu messenden Punkte für die Distanz des Bocksprungs zwischen dem Lasermessen aktiviert beziehungsweise in die Messung integriert werden können, wenn das zu messende Teil länger als der Arbeitsbereich des Messarms ist.
Die Tezet-CAD-Rohrspezialsoftware wird durch Module stetig erweitert. Bisher sind über einhundert rohrnützliche Funktionen verfügbar und können nach Bedarf erweitert werden. Die Software kommt bei taktilen wie auch berührungslosen Messungen von Rohren, Drähten und Schläuchen zum Einsatz. Dank dieser Entwicklungen kann der Laser heute so zahlreich zur Anwendung kommen – schneller, exakter und einfacher. Aber dazu gehören zwei: der Laser und die Software Tezet-CAD.
* Helga Leistritz-Wittmack ist Geschäftsführerin bei der Tezet Technik AG in 5330 Bad Zurzach (Schweiz)
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