Eaton

Lean Connectivity revolutioniert das Kartoffelsortieren

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Verbinden statt Verdrahten mit Smartwire-DT

In dieser Situation wurde Sebastian Gormanns aufmerksam auf Eatons Verbindungs- und Kommunikationssystem namens Smartwire-DT. Anstelle der Einzelverdrahtung der Schaltgeräte, Sensoren und Aktoren mit der zentralen Steuerung lassen sich diese Komponenten dank Smartwire-DT direkt mit der grünen Leitung verbinden. Sie versorgt die einzelnen Teilnehmer mit Strom und übernimmt gleichzeitig die Datenkommunikation. Alle Teilnehmer des Systems werden somit kommunikationsfähig. Über ein Profinet-, Profibus-DP- oder CAN-Open-Gateway lässt sich das System mit der übergeordneten Steuerung verbinden, sodass der Datenaustausch über verschiedene Feldbusanbindungen und Steuerungen möglich ist.

„Eaton hat uns einen Demonstrationskoffer zur Verfügung gestellt. Mit diesem haben wir das System eine Woche lang getestet“, so Sebastian Gormanns. „Dabei stand nicht nur die Technik, sondern auch die Offenheit für Steuerungssysteme und Komponenten anderer Hersteller auf dem Prüfstand. Doch nach eingehender Analyse war ich von der Eaton-Lösung überzeugt und begeistert. Ich wusste, dass die Kartoffelsortieranlage ein ideales Projekt darstellt, um die Vorteile von Smartwire-DT voll auszuschöpfen.“

Schaltanlage steuert 250 Antriebe

Die Schaltanlage setzt sich aus einer zentralen Einheit mit neun Feldern sowie einer Unterstation mit vier Feldern zusammen. Als Feldbussystem kommt Profibus zum Einsatz, über das Steuerung, Frequenzumrichter und Touchpanels kommunizieren.

Das Schalten und Schützen aller 250 Antriebe übernehmen mit Smartwire-DT vernetzte Motorstarterkombinationen. Diese sind feldweise über je ein Gateway pro Schrank an die Steuerung angebunden und setzen sich aus Motorschutzschaltern, Schützen und elektrischen Verbindern aus Eatons Standardsortiment zusammen. Gormanns entschied sich für PKZ-Motorschutzschalter, die auf die Schützreihe DIL abgestimmt sind. Diese schalten in der Sortieranlage Antriebe mit Betriebsströmen, die in der Größe zwischen 3 und 10 A liegen.

Die Bänder schalten sich nach Bedarf selbsttätig ein und aus

Das Antriebskonzept der Anlage umfasst auch mit Lasersensoren gesteuerte Förderbänder, die unter der Decke hängen und von dort aus die Bunker befüllen. Dabei „lernt“ jedes Band, welches Band als nächstes kommt, und schaltet sich selber ein und aus. Bei einigen der Motoren in der Anlage handelt es sich um reversierende Wendeantriebe, bei anderen um polumschaltbare Antriebe. Auch diese lassen sich problemlos in Smartwire-DT einbinden.

Aber nicht nur im Schaltschrank kommt Eatons Kommunikationssystem zum Einsatz, sondern auch in der Peripherie. So hat Gormanns zudem über 50 Befehlsstellen an den Maschinen über Smartwire-DT angeschlossen.

Für die gesamte Anlage benötigt der Betreiber nur einen Bediener vor Ort, der die Anlage einschaltet und zwischen einigen Programmen auswählt; zum Beispiel kann er Kartoffelgrößen vorgeben, Wege definieren oder den Waschvorgang an- oder abwählen. Der Rest der Anlage, die im Mai 2012 erfolgreich den Betrieb aufnahm, läuft vollkommen automatisch.

(ID:35814660)