Leichtbauroboter als Assistenten verändern die Montage nachhaltig

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Leichtbauroboter als Teil der „Smart Factory“

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsanlagen im Kontext von Industrie 4.0 ist eine Entwicklung, die Unternehmen gänzlich neue Möglichkeiten eröffnet. Mark Grötzinger von Bosch Rexroth präsentierte dazu vom vernetzten Schrauber bis zum Werkerassistentsystem verschiedene Beispiele und Umsetzungen aus der Praxis. Einen Hauptanwendungsfall für Industrie 4.0 stellt der Forschungscampus Arena2036 dar, den Manuel Fechter, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-IPA, vorstellte. In Arena2036 arbeiten Partner aus Wissenschaft und Industrie zusammen, darunter die Universität Stuttgart, Fraunhofer-Institute, Daimler, Bosch, Festo und Kuka, und entwickeln und erproben Produktionsmodelle für das Automobil der Zukunft. Ein Schwerpunkt neben der Etablierung von Technologien der Industrie 4.0 sind wandlungsfähige Produktionssysteme, die weit weniger als bisher von Förderbändern und Taktzeiten abhängen. Die Mensch-Roboter-Kooperation ist ein Wegbereiter dieser wandlungsfähigen, also an die aktuelle Marktsituation angepassten, Produktionssysteme. Am Beispiel einer neu entwickelten Montagestation, an der ein Türmodul in die Rohbautür eingebaut wird, zeigt das Fraunhofer-IPA, wie ein variabler Automatisierungsgrad technisch möglich wird (Bild 4 und 5).

Während der Mensch feinfühlige Aufgaben wie das Einklipsen von Steckern ausführt, kann der Leichtbauroboter Kuka iiwa monotone und einfachere Aufgaben wie das Einsetzen und Verschrauben des Türmoduls übernehmen. Da alle Komponenten mobil sind, können die Stationen individuell positioniert und skaliert werden.

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Insgesamt bot das Technologieseminar den Teilnehmern einen breiten Einblick in aktuelle und künftige Lösungen für die Montageautomatisierung. Für an diesem Bereich interessierte Unternehmen und Ausrüster ist das Fraunhofer-IPA ein unabhängiger Technologiepartner, mit dem Kunden aller Branchen ihre Produktionssysteme effizienter gestalten können. Hierfür haben die Experten fundierte Methoden, Konzepte sowie Hard- und Softwarelösungen entwickelt. Das Angebot reicht von der ersten Analyse bestehender Systeme über die Entwicklung von Komponenten bis hin zur Planung und Realisierung ganz neuer Anlagen für Montageprozesse. MM

* Dr. Karin Röhricht arbeitet als Redakteurin in der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in 70569 Stuttgart, Tel. (07 11) 9 70 38 74, karin.roehricht@ipa.fraunhofer.de; fachlicher Ansprechpartner ist Martin Naumann, Gruppenleiter Montage-Automatisierung am Fraunhofer-IPA, Tel. (07 11) 9 70 12 91, martin.naumann@ipa.fraunhofer.de

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