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Bei VW sind es 17 Schichten pro Woche. „Die Taktzeit liegt bei ungefähr 60 s pro Teil – diese schwankt jedoch und hängt von der jeweiligen Teilegeometrie und der Größe des Teiles ab“, ergänzt Kulp. Eine weitere besondere Anforderung an die Trumpf-Maschinen war, dass sie nahezu staub- und verschmutzungsfrei produzieren sollten. „Für ein optimales Schneidergebnis“, so Kulp, „ist es wichtig, dass wir die Teile möglichst staubfrei beschneiden. Das wäre vernachlässigbar, würde man nur ein paar Teile bearbeiten. Bei einer Serie von mehreren Tausend Teilen aber fällt da schon erheblich viel Schmutz an. Dieser würde sich negativ auf die Teilequalität auswirken. Das wollen und können wir uns nicht leisten.“
Saubere Umgebung bringt beste Ergebnisse
Für den Trennschnitt und die Austreibung des flüssigen Materials setzt VW auf bereits gereinigte Druckluft statt Stickstoff. Denn erstere lässt sich am Standort selbst und kostengünstig erzeugen. In diesem Zusammenhang wurde die Absaugung der Trulaser Cell zusammen mit den Experten von Trumpf entsprechend weiterentwickelt. Im Detail sorgt das patentierte und voll integrierte Absaugsystem für eine optimale Zirkulation der Luft im Arbeitsbereich und erhöht somit die Effektivität der Absaugwirkung um ein Vielfaches.
Insgesamt wurde die Trulaser Cell 8030 bereits grundlegend an die Bedingungen des Laserschneidens von warmumgeformten 3D-Bauteilen angepasst. Darüber hinaus lässt sich diese Maschine optimal in ein hochproduktives Umfeld integrieren und flexibel für weitere Schneidanwendungen einsetzen. Durch den Einsatz des Festkörperlasers sind die Teilekosten im Vergleich zum CO2-Laser geringer und die Produktivität höher.
Zusätzlich verfügt die Maschine über einen sehr kompakten Aufbau. In den Maschinenkörper integrierte Schaltschränke reduzieren die Stellfläche auf ein Minimum und gewährleisten eine kurze Inbetriebnahmezeit. Die Nebenzeiten wurden durch optimierte Steuerungsabläufe deutlich minimiert. Zusätzlich verfügt die Maschine über einen hochdynamischen Rotationswechsler mit einer verkürzten Drehzeit. Einen weiteren großen Vorteil, der mit dem Laser-Bauteilbeschnitt einhergeht, sieht Kulp in der Bearbeitung von Durchbrüchen oder Löchern, die in das jeweilige Bauteil eingebracht werden müssen. „Konventionelle Teile wurden beziehungsweise werden in sechs Stufen gefertigt und immer über die Form aufgenommen. Beim Formhärten gibt es jeoch nur eine Stufe. Abweichungen am Bauteil führen dementsprechend bei der Lochlage auch zu Abweichungen beim Lasern.“
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