Leichtmetalle Leichtgewicht zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung

Autor / Redakteur: Kirsten Haubert / Kirsten Nähle

Aufgrund seiner sehr guten Abschirmungseigenschaften und hohen elektrischen Leitfähigkeit bietet Magnesium optimale Voraussetzungen für eine Anwendung in elektronischen Geräten. Das Leichtmetall erspart Herstellern die notwendige Beschichtung von Kunststoffen.

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Bei mobil eingesetzten Messsystemen ermöglichen aus Magnesium-Walzhalbzeugen gefertigte Gehäuse und Bauteile nicht nur eine optimale EMI- und RFI-Abschirmung, sondern auch eine Gewichtsreduzierung und Vibrationsdämpfung. (Bild: Saxon-Junkalor)
Bei mobil eingesetzten Messsystemen ermöglichen aus Magnesium-Walzhalbzeugen gefertigte Gehäuse und Bauteile nicht nur eine optimale EMI- und RFI-Abschirmung, sondern auch eine Gewichtsreduzierung und Vibrationsdämpfung. (Bild: Saxon-Junkalor)

Elektromagnetische Strahlung ist eine Erscheinung, zu der es bei der Nutzung elektrischer Energie zwangsläufig kommt. Je hochfrequenter das Signal ist, desto stärker die Strahlung. Dies kann bei empfindlichen elektrischen und elektronischen Geräten und Komponenten zu Fehlfunktionen bis hin zum Ausfall führen. Ein Thema, das durch die weiter zunehmende Elektrifizierung und Nutzung von Funkwellen, wie RFID-Techniken und mobilen Kommunikationssystemen an Brisanz gewinnt.

Um empfindliche Komponenten in Geräten, Steuerungen und Anlagen gegen den ungewollten Einfluss elektromagnetischer Felder zu schützen, bieten sich aus Magnesium-Walzhalbzeugen gefertigte Bauteile und Gehäuse an. Denn sie bringen werkstoffseitig sehr gute EMI-(Electromagnetic-Interferences-) und RFI-(Radio-Frequency-Interferences-)Abschirmungseigenschaften mit.

Kunststoffbeschichtungen sind teurer als Magnesium-Walzhalbzeuge

Elektronische Geräte werden bisher häufig aus Kunststoffen hergestellt. Um die erforderliche Abschirmung zu erzielen, erfolgt eine Lackierung, Beschichtung oder Metallisierung des Kunststoffes.

Diese zusätzlichen, ressourcen- und kostenintensiven Arbeitsschritte lassen sich mit Magnesium als Gehäusewerkstoff einsparen. Die sehr guten Abschirmungseigenschaften des Leichtmetalls sowie seine hohe elektrische Leitfähigkeit bieten dafür optimale Voraussetzungen.

Oberflächen aus Magnesium gelten als hochwertiger als Kunststoff

Gleichzeitig erfahren die Produkte eine Aufwertung. Denn die Oberfläche aus Magnesium wird nach Einschätzung der LMPV GmbH üblicherweise als haptisch hochwertiger empfunden als die von Kunststoffen.

Mit zerspanenden, umformenden und Schmiedeverfahren lassen sich aus Magnesium-Walzhalbzeugen der LMPV entsprechende Gehäuse und Bauteile, wie beispielsweise der Lesekopfhalter eines CD-Speichers oder Gehäuse für Sensoren, herstellen. Dabei ermöglichen das geringe Gewicht, die hohe Festigkeit und Steifigkeit des leichten Metalls sowie die gute Wärmeleitfähigkeit bei geringer Wärmekapazität weitere produktspezifische Vorteile.

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