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Qualitätssicherung

Leipold automatisiert Oberflächenkontrolle mit Kameratechnik

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Wolfacher Leipold-Gruppe baut mit einer vollautomatischen Kameraprüfung die Qualitätssicherung ihrer Präzisionsteile aus. Die in der Branche neuartige Technik nimmt über die übliche geometrische Prüfung hinaus auch die Qualität der Oberflächen per Kamera in den Fokus.

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(Bild: Leipold)

Durch festgelegte Algorithmen werden fehlerhafte Teile automatisch aussortiert. Leipold verfolgt das Optimalziel, Null-Fehler-Lieferungen an die Kunden zu versenden. Bisher wendet der Teilehersteller das Verfahren auf große Chargen für Automobilkunden an. Diese profitieren dank der nachgewiesenen Qualität von einer verbesserten Funktionalität der Teile.

„Mit der vollautomatischen Kameraprüfung solcher Artikel beschreiten wir in Sachen Qualitätssicherung neue Wege in der Branche“, betont Pascal Schiefer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipold-Gruppe. „Dank dieses Verfahrens reduzieren wir für Anwender das Ausfallrisiko fehlerhafter Teile auf ein Minimum.“

Qualitätskriterien für Anlage im Vorfeld definiert

Für die vollautomatische Kameraprüfung setzt die Leipold-Gruppe auf ein individuell angepasstes System der Vester Elektronik GmbH aus dem schwäbischen Straubenhardt. Gemeinsam stimmten die beiden Unternehmen die Anlage auf die Bedürfnisse bei der Teilefertigung ab. Mittels definierter Kriterien trifft die Maschine bei der Qualitätskontrolle automatisch eine Auswahl nach guten oder schlechten Teilen und sortiert die schlechten direkt aus.

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Die Teile werden dabei kontinuierlich der Anlage zugeführt. Auf einem rotierenden Glasteller durchlaufen sie fünf Prüfstationen, in denen sie in einer 360-Grad-Kontrolle aus allen Blickwinkeln aufgenommen werden. Entdeckt die Anlage einen Makel, fällt das Präzisionsteil in den Schlecht-Behälter.

Nur große Chargen lohnen den Kameraeinsatz

Die Leipold-Gruppe setzt die vollautomatische Kameraprüfung bisher bei der Kontrolle zweier Typen von Präzisionsteilen ein. „Weil das Prüfverfahren hoch spezialisiert und auf die Anforderungen eines Teils abgestimmt ist, lohnt es sich nur bei großen Losgrößen“, erklärt Schiefer.

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