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Auf diese Ergebnisse wollen die Forscher weiter aufbauen: Philips, Osram Opto Semiconductors, Siemens, Novaled und das IPMS arbeiten in dem vor wenigen Wochen gestarteten Projekt OLED100.eu nun daran, noch effizientere organische Leuchtdioden kostengünstig herzustellen.
Unternehmen wollen OLED-Wirkungsgrad und -Lebensdauer steigern
Die Partner haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Sie wollen einen Wirkungsgrad von 100 Lumen pro Watt erreichen und die Lebensdauer auf mehr als 100000 h ausdehnen. Es sollen 1 m × 1 m große Leuchtflächen realisiert werden und das zu einem Quadratmeterpreis von 100 Euro.
Das Projekt läuft drei Jahre. Ingesamt werden 19,96 Mio. Euro in das Forschungsvorhaben investiert; 12,5 Mio. Euro davon stammen aus Fördermitteln des siebten Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung der EU.
Energieeffiziente Beleuchtungssysteme zu entwickeln, ist auch eines von zwölf Zukunftsthemen der Fraunhofer-Gesellschaft. In dem Projekt „Licht aus Festkörpern“ arbeiten sieben Fraunhofer-Institute an hocheffizienten, kalten Lichtquellen aus Halbleitern. Ein Schwerpunkt sind OLEDs.
Bundesforschungsministerium unterstützt Projekte für OLED-Serienproduktion
Wichtige Grundlagen für eine spätere OLED-Serienproduktion werden in dem vom Bundesforschungsministerium BMBF geförderten Projekt OPAL (Organische Phosphoreszenzleuchtdioden für Applikationen im Lichtmarkt) gelegt. Im März haben die Forscher für das Teilprojekt „500 Lumen Multi-OLED-Modul“ einen entscheidendes Etappenziel erreicht: Sie konnten eine warmweiße organische Leuchtdiode präsentieren, die mit einer Helligkeit von etwa 1000 Candela pro Quadratmeter erstrahlt. Die Effizienz beträgt 46 Lumen pro Watt.
Zum Vergleich: Eine herkömmliche Glühbirne hat nur eine Lichtausbeute von etwa 15 Lumen pro Watt und leuchtet mit einer Helligkeit von 2700 Candela. 2009 wollen die Forscher sogar einen Demonstrator eines energiesparenden OLED-Flächenlichtmoduls aus mehreren Lichtkacheln vorstellen, der weniger als 10 Watt benötigt und 500 Lumen liefert. Neben Osram arbeiten Siemens Corporate Technology, die Universitäten in Darmstadt, Braunschweig und Augsburg sowie das IPMS an dem Projekt.
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