Geheimhaltungslücke? Liebherr-Aerospace Lindberg beurlaubt verdächtigen Mitarbeiter

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Einen Mitarbeiter, der im Verdacht steht, mit russischen Institutionen in Kontakt zu sein, wurde von Liebherr-Aerospace mal lieber heimgeschickt ...

Loch im System? Bei Liebherr-Aerospace Lindenberg werden etwa Fahrwerksysteme für Hubschrauber und Flugzeuge entwickelt und gebaut. Nun kam den Allgäuern zu Ohren, dass ein Mitarbeiter wohl Kontakte zu Russland pflegen könnte ... (Bild:  Liebherr-Aerospace)
Loch im System? Bei Liebherr-Aerospace Lindenberg werden etwa Fahrwerksysteme für Hubschrauber und Flugzeuge entwickelt und gebaut. Nun kam den Allgäuern zu Ohren, dass ein Mitarbeiter wohl Kontakte zu Russland pflegen könnte ...
(Bild: Liebherr-Aerospace)

Das auch auf dem Verteidigungssektor tätige Unternehmen Liebherr-Aerospace Lindenberg habe einen Mitarbeiter beurlaubt, der möglicherweise Kontakte zu russischen Institutionen unterhalte und der Reichsbürger-Szene nahestehe. Damit will man demonstrieren, den Verdachtsfall ernst zu nehmen. Auch habe das Unternehmen entsprechende interne Untersuchungen eingeleitet. Bis ein Ergebnis vorliege, soll der Betreffende zu Hause bleiben. Das Allgäuer Unternehmen habe zwar keine Geheimprojekte am Laufen, weshalb die Mitarbeiter keine Sicherheitüberprüfungen über sich ergehen lassen müssten.

Verdächtiger Mitarbeiter kann eigentlich nicht Wichtiges verraten

Doch immerhin werden dort Fahrwerk-, Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme entwickelt und gebaut, die in Flugzeugen und Hubschraubern aller großen Hersteller im Einsatz sind, wie man betont. Der verdächtige Mitarbeiter ist laut Angaben des Unternehmens seit 2011 angestellt, hat aber keinen Zugriff auf heikle Daten. Der bayerische Verfassungsschutz wollte sich zu dem Fall mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte des Mannes aber verständlicherweise nicht äußern. Die russische Botschaft in Berlin erklärte dazu, dass sie öffentliche Veranstaltungen durchführt, die einfach mal von Hunderten von Menschen besucht werden. Die Botschaft nutze das aber nicht aus, um die personenbezogenen Daten der Besucher sammeln.

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