Montage

Linearachsen bringen Tempo in Montagezelle

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Erste Versuche bei Oku mit der geplanten Kombination einer HN-100- mit einer HL-100-Linearmotorachse verliefen positiv. Im Prototyp wie später in der Servozelle übernimmt die robuste HN-Achse die Bewegung in X-Richtung, die dynamische HL-Achse, die dank ihres Bremsmoduls auch senkrecht eingebaut werden kann, die Bewegung in Y-Richtung. „Allein die schlanke Bauform der Achsen ist ein großer Vorteil, insbesondere bei Rundschalttischen mit ihrem begrenzten Platzangebot – so wie bei unserer Servozelle”, erinnert sich Buchhöcker. „Vor allem aber sind die Achsen sehr stabil, schnell und dynamisch. Wir handhaben relativ große Teile mit schweren Greifern und schnellen Prozessbewegungen, nutzen also alles, was die Achse an Dynamik hergibt.”

Einfache und intuitive Inbetriebnahme der Linearkomponenten

Mit einer maximalen Beschleunigung von jeweils 40 m/s2 und einer maximalen Geschwindigkeit von 4 m/s kann das dynamische Duo punkten. Zudem hat Weiss eine Softwarelösung im Programm, die bei der Konfiguration, Steuerung und Fehleranalyse unterstützt. Damit ist eine einfache und intuitive Inbetriebnahme der Linearkomponenten möglich.

Doch um alle Reserven innerhalb der Servozelle voll nutzen zu können, bedarf es einer ausgeklügelten Steuerungstechnik. Dabei ist es von Vorteil, dass die Komponenten von Weiss generell für die Anbindung an Antriebe und Steuerungen anderer Hersteller offen sind. So auch die Linearmotorachsen, die bei dieser Zelle mit den Servoreglern von Promicon geregelt und gesteuert werden. Das Varimotion-System ist so konzipiert, dass Servomotoren unterschiedlicher Bauform von verschiedenen Herstellern direkt betrieben werden können. Die Kommunikation mit den Linearachsen und den übrigen Anlagenkomponenten übernehmen dabei frei parametrierbare Reglermodule, die wiederum ihre Befehle von einem Mastermodul erhalten, in dem auch die Parameter und Firmware der Servoregler abgelegt sind. Besonderen Wert legt Promicon dabei auf die Genauigkeit der Kommunikation zwischen Master und Regler.

Absolute Wiederholgenauigkeit liegt bei 2 μm

Weil eine Regelung aber nur so gut sein kann wie die Mechanik, wird bei Weiss größter Wert darauf gelegt, auf der konstruktiven Seite allen Ansprüchen gerecht zu werden. Dank einer genauen Kugelumlaufführung kann das integrierte absolute Messsystem der HN 100 wie auch der HL 100 neben der hohen Dynamik noch eine absolute Wiederholgenauigkeit von 2 μm an die Steuerung melden.

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