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Lineartechnik sorgt für Präzision und Pünktlichkeit auf Miniatur-Flughafen

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Lineartechnik ermöglicht realistische Bewegungen

Der Anflug auf Knuffingen Airport beginnt für ein Modellflugzeug im Schattenflughafen. Von seiner Warteposition auf einer der insgesamt drei Ebenen rollt es selbstständig in Richtung Fahrstuhl-Plattform. Die eingesetzten Linearachsen CKR müssen die Plattform exakt positionieren. Denn die Räder des Flugzeugs dürfen beim Fahren auf die Plattform nicht hängen bleiben, weil sie sonst abreißen könnten. Der Fahrstuhl bringt das Flugzeug auf die Höhe des Flughafens, wo es noch hinter den Kulissen von der Startvorrichtung aufgenommen wird. Diese besteht aus zwei dünnen Stangen, die jeweils auf den Tischteilen zweier Compactmodule CKK montiert sind. Auf diese Weise ist es möglich, dem Flugzeugmodell für die Landung eine Neigung nach vorne zu geben. Dafür fahren die zwei Stangen in zwei hintereinander angeordnete Öffnungen im Rumpf des Flugzeugs und heben dieses bis auf seine Anflughöhe an. Die Compactmodule sind mit einer unterhalb der Start- und Landebahn verlaufenden Linearachse verbunden, die für die Vorwärtsbewegung sorgt. Wurde auch das Fenster auf die entsprechende Anflughöhe gefahren, kann das Flugzeug seinen Landeanflug beginnen. „Genau da helfen uns die Linearantriebe von Bosch Rexroth enorm. Sie sind extrem zuverlässig, hochpräzise und verrichten hier einen tollen Dienst“, kommentiert Gerrit Braun, Geschäftsführer des Miniatur Wunderlandes Hamburg.

Weil man Kugelgewindetriebe mit einem spielfreien Mutternsystem verwendet, zeichnen sich die CKK-Module durch hohe Positionier- und Wiederholgenauigkeiten aus. Das ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen sollen die Flugzeugmodelle in einer gleichmäßigen Bewegung landen und abheben. Zum anderen geht es darum, die Flugzeuge – allesamt Einzelanfertigungen und bis zu 20.000 Euro teuer – zu schonen. Der mittig angeordnete Kugelgewindetrieb in den Compact-Modulen ermöglichte zudem eine besonders niedrige Bauhöhe. Ist das Flugzeug am Boden, geben es die beiden Stangen wieder frei, sodass es selbstständig zu seiner Parkposition auf dem Flughafen fahren kann. Nach demselben Prinzip, nur in umgekehrter Richtung, funktioniert auch der Start. Das Flugzeug rollt in Startposition. Dort wird es von der Starthilfe aufgenommen, beschleunigt und „hebt ab“. Hat es die Öffnung in der Kulisse durchflogen, wird es hinter dem Vorhang abgesetzt. Es fährt auf die Fahrstuhlplattform und von dort auf eine der Ebenen des Schattenflughafens. Auch hier konnte das Rexroth-Team dem Miniatur Wunderland einen entscheidenden Vorteil bieten, denn der Service von Rexroth erstellte das Gestell für den Aufzug direkt vor Ort. Dadurch konnten Zeit und auch der Transport beider Aufzüge gespart werden.

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Passende Compactmodule für jede Anwendung

Die einbaufertigen Compactmodule CKK und CKR fertigte Rexroth millimetergenau. Die Baugröße konnten die Konstrukteure des Miniatur Wunderlands aus einem breiten Raster auswählen, die erforderlichen Hublängen waren frei wählbar. Darüber hinaus bietet Rexroth eine Vielzahl an zusätzlichen Optionen, um die Linearachsen ganz nach Kundenwunsch zu fertigen.

Damit war es möglich, die Lineartechnik auch für diesen eher ungewöhnlichen Einsatzfall exakt an die Anforderungen anzupassen. Für die Flughafenverantwortlichen vereinfachte sich so die Konstruktion. Auch die Inbetriebnahme beanspruchte deutlich weniger Zeit. Eine zentrale Nachschmiermöglichkeit für Führungswagen und Kugelgewindetrieb von beiden Seiten des Hauptkörpers und über die optionale Verbindungsplatte des Tischteils erleichtert die Wartung und reduziert die künftigen Wartungskosten der Anlage.

* Friedrich Wilhelm Dülm ist Vertriebsmitarbeiter bei der Bosch Rexroth AG in 22419 Hamburg. Weitere Informationen: Bosch Rexroth AG in 97816 Lohr am Main

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