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Lineartechnik sorgt für Präzision und Pünktlichkeit auf Miniatur-Flughafen

| Autor/ Redakteur: Friedrich Dülm / Reinhold Schäfer

Lineartechnik sorgt für Präzision und Pünktlichkeit beim Start- und Landevorgang auf Miniatur-Flughafen des Miniatur Wunderlands in Hamburg.

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Eines von 52 Flugzeugmodellen hebt vom Knuffingen Airport ab.
Eines von 52 Flugzeugmodellen hebt vom Knuffingen Airport ab.
(Bild: Miniatur Wunderland Hamburg)

Auf einen Blick

  • Die Konstrukteure des Miniaturflughafens griffen aufgrund der Zuverlässigkeit und Genauigkeit auf Komponenten der Fabrikautomation zurück. Die Fahrstühle zur Beschickung der 14 m langen Start- und Landebahn realisierten die Konstrukteure mit zwei Linearachsen aus der Rexroth-Compactmodul-Baureihe CKR.
  • Der mittig angeordnete Kugelgewindetrieb in den Compactmodulen ermöglichte zudem eine besonders niedrige Bauhöhe.

Der Airport Knuffingen nahm am 4. Mai 2011 seinen Betrieb auf: nach sieben Jahren Bau- und Entwicklungszeit, 150.000 Arbeitsstunden und rund 50.000 Programmierzeilen. Dafür schlossen die Konstrukteure circa 40.000 Leuchtdioden von Hand an, verlegten 100 km Kabel und 1000 m Gleis. 15.000 Minifiguren „beleben“ den Flughafen. In Kombination mit rund 90 Fahrzeugmodellen, darunter Bussen, Tanklastern und Gepäckwagen, die computergesteuert auf dem Vorfeld unterwegs sind, ist es den Konstrukteuren gelungen, das Treiben auf einem Flughafen im kleinen Maßstab nachzubauen. Ein besonderes Highlight sind die über 52 Flugzeugmodelle. Sie entsprechen ihren großen Vorbildern bis ins kleinste Detail und landen beziehungsweise starten täuschend echt. Wie seine großen Vorbilder hat der Miniaturflughafen für Besucher an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Pro Woche kommt der 150 m² große Abschnitt auf rund 70 Betriebsstunden. Damit der Betrieb störungsfrei läuft, müssen alle Komponenten mit höchster Präzision arbeiten. Jedes Jahr besuchen über 1 Mio. Menschen das Miniatur Wunderland – und bisher hatte noch kein einziger Flug auf dem Airport Knuffingen Verspätung.

Nicht ohne Grund griffen die Konstrukteure des Flughafens deshalb auf Komponenten aus der Fabrikautomation zurück. Langlebigkeit und Präzision gaben in Kombination mit dem breiten Produktportfolio den Ausschlag für die Montage- und Lineartechnik von Rexroth. Damit kommen die Komponenten des Antriebs- und Steuerungsspezialisten nicht wie sonst üblich im industriellen Umfeld zum Einsatz. Das bedeutete auch für die Rexroth-Experten eine völlig neue Aufgabenstellung. Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war es, die richtigen Komponenten für diese außergewöhnliche Applikation zu finden. Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem technischen Leiter des Miniatur Wunderlandes war es möglich, die richtigen Produkte schnell und unkompliziert auszuwählen.

Per Fahrstuhl zur Start- und Landebahn

Damit die startenden und landenden Flugzeuge für die Besucher so real wie möglich erscheinen, bedurfte es kreativer Köpfe und ausgeklügelter Technik. Für die Starts und Landungen fliegen die Flugzeuge in unterschiedlichen Höhen aus zwei Fenstern – rechts und links neben der Start- und Landebahn. Diese Öffnungen tarnt ein Wolkenvorhang, der über zwei parallel laufende Linearachsen hochpräzise verstellt wird, je nach der aktuellen Flughöhe. Hinter den Öffnungen befindet sich jeweils eine Fahrstuhlplattform, die die Flugzeuge zum „Schattenflughafen“ unterhalb des eigentlichen Flughafens bringt oder sie von dort nach oben fährt. Im Schattenflughafen befinden sich die Flugzeuge in Wartestellung, bis sie das nächste Mal für die Besucher auf der Anlage zu sehen sind.

Die Fahrstühle zur Beschickung der 14 m langen Start- und Landebahn realisierten die Konstrukteure mit zwei Linearachsen aus der Rexroth-Compactmodul-Baureihe CKR sowie zahlreichen Profilen, Winkeln oder Verbindern der Rexroth-Montagetechnik. Die zwei CKR-Module werden über Zahnriemen angetrieben. Neben hoher Dynamik und hohen Tragzahlen in allen vier Belastungsrichtungen bieten sie durch integrierte spielfreie Kugelschienenführungen auch die erforderliche große Steifigkeit. Nur so lässt sich vermeiden, dass sich Schwingungen vom Fahrstuhl auf die Flughafenplatte übertragen. Die Kugelschienenführungen sichern darüber hinaus auch bei schnellen Verfahrgeschwindigkeiten eine hohe Präzision.

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