E-Mobilität Lkw-Solarcarports unterstützen die Elektrifizierung des Schwertransports

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Für Lkw-Stellflächen, die bislang energetisch weitgehend ungenutzt bleiben, hat Pillar eine eigene Solarcarport-Modellreihe für schwere Nutzfahrzeuge entwickelt.

Eine Solarcarport-Anlage mit rund 50 Stellplätzen kann je nach Auslegung etwa 900 Kilowatt Peak Photovoltaikleistung erreichen.(Bild:  Pillar)
Eine Solarcarport-Anlage mit rund 50 Stellplätzen kann je nach Auslegung etwa 900 Kilowatt Peak Photovoltaikleistung erreichen.
(Bild: Pillar)

Bislang eher eine Seltenheit: Solardächer über Lkw-Parkflächen – auch weil die Konstruktionen technisch deutlich anspruchsvoller als Überdachungen für Pkw sind. Das Engineering-Unternehmen Pillar hat jetzt eine Solarcarport-Modellreihe entwickelt, die speziell auf die Dimensionen und Anforderungen von Logistikstandorten ausgelegt ist. Dabei wird die bereits versiegelte Fläche energetisch genutzt, ohne dass ein zusätzliches Grundstück benötigt wird. Wie Pillar angibt, entfallen laut einer Studie des Fraunhofer-ISI und des ICCT vom September 2026 in den meisten untersuchten Ländern und Szenarien mehr als 70 bis 80 Prozent des Ladestroms für E-Lkw auf das Depotladen, wo Lkw über längere Zeit parken können oder be- und entladen werden.

Große vorhandene Flächen und ein stark steigender Strombedarf treffen am selben Ort aufeinander. Genau dort setzen Solarcarports für Lkw an.

Vasyl Betsa, Gründer und Geschäftsführer von Pillar

Wenn größere Teile einer elektrifizierten Lkw-Flotte gleichzeitig geladen werden müssen, steigt der Leistungsbedarf am Standort erheblich. Bestehende Netzanschlüsse sind dafür nicht überall ausgelegt, Stromkosten und Lastspitzen gewinnen aber wirtschaftlich an Bedeutung. Die eigene Photovoltaik-Stromerzeugung kann dann einen Teil des Strombedarfs vor Ort decken und Speicher können zusätzlich dabei helfen, erzeugte Energie zeitversetzt zu nutzen und so Lastspitzen beim Laden abzufedern.

Höhere Anforderungen an Konstruktion und Planung

Während sich parallel angeordnete Stellplätze mit standardisierten Modellen deutlich leichter abbilden lassen, muss die Konstruktion bei schräg angeordneten Stellplätzen stärker an die Verkehrsführung vor Ort angepasst werden – jeder Standort bleibt ein eigenes Bauprojekt. Pillars Modellreihe für parallele Stellplätze lässt sich, wie es heißt, auf unterschiedliche Parkplatzgrößen übertragen und mit der Zahl der Stellplätze skalieren. Wirtschaftlich einsetzbar ist sie nach Einschätzung von Geschäftsführer Betsa ab etwa 20 Lkw-Stellplätzen. Kleinere Anlagen bis hin zu einzelnen Stellplätzen wären ebenfalls möglich, beispielsweise als Pilotprojekt oder für einen begrenzten Teil einer Flotte. Bei größeren Standorten sind Anlagen vom hohen dreistelligen Kilowatt-Peak-Bereich bis in den Megawattbereich möglich.

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