Werkzeugmaschinen Lösungen zum kompletten bearbeiten von Lenkritzeln

Autor / Redakteur: Markus Isgro / Rüdiger Kroh

Lenkritzel können in einer Einzelmaschine oder einem Fertigungssystem hergestellt werden. Die verkettete Lösung besteht aus vier modularen Maschinen zum Drehen, Wälzfräsen, Härten und Schleifen. Der einheitliche Aufbau vereinfacht den Transport der Werkstücke.

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Lenkritzelproduktion in der Wälzfräsmaschine K 160: Die Verzahnungen können innerhalb von nur 15 bis 20 s ausgeführt werden.
Lenkritzelproduktion in der Wälzfräsmaschine K 160: Die Verzahnungen können innerhalb von nur 15 bis 20 s ausgeführt werden.
(Bild: Emag)

Mit modernen elektromechanischen und klassischen hydraulischen Lenksystemen kennen sich die Spezialisten von Koepfer, einem Tochterunternehmen der Emag-Gruppe, bestens aus. So weiß Vertriebsleiter Jörg Lohmann zu berichten: „Unsere Kundschaft möchte vielfach ausgelagerte Arbeitsgänge und den damit verbundenen Teiletourismus vermeiden, um so die Durchlaufzeiten zu reduzieren. Das kann erreicht werden, indem wir Lösungen für die komplette Prozesskette am Bauteil anbieten. Besondere Chancen, die sich daraus erschließen, sind Rationalisierungseffekte innerhalb der Prozesskette, die in manchen Fällen sogar bis hin zum vollständigen Einsparen von Bearbeitungsschritten gehen können. Unterm Strich geht es natürlich wie so oft darum, die Fertigungskosten zu senken.“

Wälzfräsmaschine mit Hochgeschwindigkeits-Portallader

Aber nicht nur bei der Fertigung in Linie haben die Spezialisten von Emag Koepfer eine Antwort. Je nach Fertigungsphilosophie liefert das Unternehmen effiziente Verzahnungsmaschinen horizontaler Bauart, die sich am Markt durch ihre hohe Produktivität bei gleichbleibender Fertigungsqualität schon vielfach bewährt haben. Die Wälzfräsmaschine K 160 ist mit einem Hochgeschwindigkeits-Portallader mit Doppelrotationsgreifer ausgerüstet, der einen Beladeprozess von nur wenigen Sekunden ermöglicht. Das ist bei der Bearbeitung von Lenkritzeln eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, da häufig in einer definierten Winkellage zu vorhandenen Schlitzen, Bohrbildern oder Konturen gefräst werden muss. Eine speziell entwickelte Orientiereinrichtung vor dem Zuführen bringt die Lösung. Dazu sagt Lohmann: „Da die eigentliche Bearbeitung des Lenkritzels nur wenige Sekunden beträgt, müssen die Nebenzeiten, welche durch die Beladung und gegebenenfalls durch das Orientieren mittels Sensorik entstehen, auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die von uns entwickelte Lösung mit dem High-Speed-Lader ermöglicht Taktzeiten beim Weichverzahnen, die bei weniger als 20 s liegen – je nach Art und Größe des Lenkritzels.“ Bei einer Ausbringungsmenge von mehreren 100.000 Stück bis hin zu Millionen Stückzahlen im Jahr kann das eine enorme Produktivitätssteigerung bedeuten.

Linienfertigung von Lenkritzeln

Für die produktive Linienfertigung von Lenkritzeln hat sich das Unternehmen auch Gedanken über den Einsatz seiner modularen Maschinen gemacht. Für die Drehbearbeitung der Rohteile setzt man die vertikale Pick-up-Drehmaschine VTC 100-4 ein, die Customized-Variante der VT 2-4. Für das Einbringen der Verzahnung wird die Wälzfrästechnologie auf der vertikalen Wälzfräsmaschine VLC 200 H eingesetzt. Für das induktive Härten ist die vertikale Härtemaschine VLC 100 IH vorgesehen und für das perfekte Oberflächenfinish sorgt am Ende des Prozesses die vertikale Dreh- und Schleifmaschine VTC 100 GT. Teilweise sind die Härteverzüge in der Verzahnung durch Schälwälzfräsen wieder zu egalisieren. Wenn dies der Fall ist, kommt erneut die VLC 200 H mit Schälwälzsensorik zum Einsatz.

Es gibt gute Gründe, die für den Einsatz der modularen Maschinen von Emag in Fertigungslinien sprechen. So ist es vor allem der einheitliche Grundaufbau der Maschinen, der die entscheidenden Vorteile bringt. Jede der Maschinen besitzt ein Maschinenbett aus dem Polymerbeton Mineralit, der über sehr gute Dämpfungseigenschaften verfügt, was zu weniger Schwingungen und damit zu höherer Bearbeitungsqualität führt. Die Konstruktion inklusive Automation sowie ein je nach Anforderungen konfigurierbarer Teilespeicher sind ebenso integraler Bestandteil des modularen Maschinenkonzepts wie die Pick-up-Automation, also das selbsttätige Be- und Entladen von eben diesem Teilespeicher. Der gesamte Prozess erfolgt in wenigen Sekunden, was den Output der Maschinen maximiert.

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