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Apropos Teilespeicher, dieser befindet sich bei allen modularen Maschinen auf genau der gleichen Höhe, was einen Transport der zu bearbeitenden Werkstücke zwischen den Maschinen sehr vereinfacht. Mithilfe von vergleichsweise einfachen Automationskomponenten, wie Transportbändern, Umsetzern und Wendern, lassen sich die modularen Maschinen in beliebigem Umfang verketten. Diese Lösungen garantieren nicht nur niedrige Kosten, sondern benötigen zudem sehr wenig Platz. Die gesamte Fertigungslinie für Lenkritzel lässt sich mit einem 15 % niedrigeren Platzbedarf im Vergleich zu anderen Standardlösungen realisieren. Nicht zu unterschätzen ist außerdem der viel geringere Wartungsaufwand gegenüber Lösungen mit Portalladern oder dem Einsatz von Robotik. Der vertikale Aufbau der Maschinen ermöglicht zudem eine sehr kompakte Anordnung von Spindel, Schlitten und Teiletransport, was ebenso zum geringen Platzbedarf des Fertigungssystems beiträgt.
Zwei Revolver mit zwölf Werkzeugplätzen
Die vertikale Drehmaschine VTC 100-4 für Wellen ist als Vier-Achs-Maschine ausgelegt. Die Wellen werden zwischen der zentral angeordneten Hauptspindel und dem sich darunter befindenden Reitstock gespannt. Für die Beladung und die Bearbeitung stehen zwei Revolver mit zwölf Werkzeugplätzen zur Verfügung, wobei jeweils ein Werkzeugplatz durch einen Werkstückgreifer belegt wird, der das Werkstück in die oder aus der Vertikaldrehmaschine transportiert. Die Revolver können für die Bearbeitungsoperationen sowohl mit Drehwerkzeugen als auch mit angetriebenen Werkzeugen bestückt werden. Links und rechts vom Arbeitsraum sind geschlossene Transportbänder angebracht.
Die Beladung der vertikalen Wälzfräsmaschine VLC 200 H erfolgt per Pick-up-Spindel. Nach dem Transport des Werkstücks in den Arbeitsraum kommt die Wälzfrästechnologie von Koepfer zum Einsatz. Die Antriebe, die für hohe Drehmomente und Drehzahlen an der Spindel und der Fräseinheit sorgen, ermöglichen eine schnelle und genaue Fertigung von Verzahnungen bis Modul 4. Für den Härtevorgang ist die VLC 100 IH verantwortlich, die den Grundaufbau der modularen Maschinen mit der Induktionshärtetechnologie der Emag-Tochter Eldec vereint.
Endbearbeitung erfolgt auf vertikalem Dreh- und Schleifzentrum
Die Endbearbeitung der Lenkritzel erfolgt auf dem vertikalen Dreh- und Schleifzentrum VTC 100 GT. Die Maschine ist mit einem Scheibenrevolver mit elf Werkzeugplätzen (inklusive Greifer) sowie einer Schleifscheibe ausgestattet. Dort zeigt sich auch der Vorteil dieser Maschine: Die Kombination von Drehoperationen, wie Hartdrehen oder Schäldrehen, und der Schleiftechnik ermöglicht einen weitaus schnelleren Bearbeitungsprozess im Vergleich zum klassischen Schleifen – und das bei gleicher Qualität. Die Werkstückspindel liefert ein Drehmoment von 70 Nm und 17 kW Antriebsleistung. Damit sind auch schwere Zerspanprozesse effektiv umsetzbar. MM
* Markus Isgro ist Marketing- und Kommunikationsreferent bei der Emag Holding GmbH in 73084 Salach
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