Viscotec Lotpasten-Dispenser widersteht abrasivem Medium monatelang
Beim automatisierten Löten nutzen viele Anwender hoch abrasive Lotpasten auf Kupferbasis oft auch rund um die Uhr. Die Applikationssysteme müssen der Belastung gewachsen sein und stets präzise arbeit, so wie ein spezieller Dispenser von Viscotec.
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Lotpasten, wie Viscotec erklärt, dienen der Verlötung von Metallen und Legierungen, wie Kupfer, Bronze, Zink oder Silber. Dabei werde eine oberflächliche Verbindung als Schmelze erzeugt, welche danach erstarrt. Angewendet werden Lotpasten oft im Elektronikbereich der Automobilfertigung. Aber sie stellen aufgrund abrasiver Partikel im Medium auch hohe Anforderungen an die verwendeten Dosierkomponenten, heißt es. Vor allem im Schichtbetrieb dränge die Industrie nach verschleißarmen Lösungen und hohen Standzeiten.
Automatisierter Lötprozess für Automobil-Zulieferer
Die Exzenterschnecken-Pumpe von Viscotec habe sich aus mehreren Gründen in diesem speziellen Marktsegment etabliert: Ein gleichmäßiger Volumenstrom in der Dosierpumpe verhindert laut Hersteller die Sedimentation von Füllstoffen, Füllstoffkonzentrationen werden durch geringe Drücke und eine pulsationsarme Förderung vermieden und die Rotor-Stator Kombination aus Edelstahl und einem Elastomer gewährleistet geringste Scherkräfte auf das Fluid.
Ausgeführt als große Bepastungsanlagen, sind Viscotec-Dispenser deshalb häufig in automatische Anlagen integriert, wie auch bei einem der führenden, deutschen Tier-1-Zulieferer der Automobilindustrie, so Viscotec. Dort im Einsatz, befindet sich eine hoch gefüllte Kupferlotpaste auf Glykolbasis. Entsprechend des hohen Füllgrades, beträgt die Dichte rund. 4,0 g/cm³. Die Applikationsanlage wird über 4 parallele Dosierstellen betrieben, die im Dreischicht-Taktbetrieb 24 h die ganze Woche arbeiten.
Erfahrung, Material und Parameter bilden Erfolgs-Trio
Im Rahmen einer Umstellung auf den größten Dispenser der RD-Serie, den 3RD12, wurde die Dosierpumpe über 9 Monate Dauerbelastung im Feld getestet – mit erstaunendem Resultat, wie Viscotec berichtet: Der Stator, bestehend aus einem mechanisch widerstandsfähigem Elastomer, zeigte danach eine Abweichung von nur 0,04 mm zum Sollwert. Bei der Rotor-Komponente aus Edelstahl waren sogar keinerlei Verschleißspuren messbar. Ein höchst zufriedenstellendes Ergebnis in Anbetracht der extremen Rahmenbedingungen im Realbetrieb, wie der Hersteller betont. Ermöglicht werde das durch die jahrelange Erfahrung, die Viscotec in der technischen Auslegung von abrasiven Anwendungen gesammelt habe.
Im konkreten Fall wird der Dispenser lediglich mit 30 % der Maximaldrehzahl betrieben, um die Strömungsgeschwindigkeiten des Mediums und damit die Stoßkraft der darin befindlichen Partikel auf ein Minimum zu reduzieren. Zusätzlich zu diesem Know-how legten die nahe Zusammenarbeit mit den Materialherstellern und die ständige Optimierung der eingesetzten Elastomere den Grundstein für den Erfolg in diesem herausfordernden Metier. MM
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