Europa hat eine Chance Europas Batterieindustrie stellt sich neu auf

Quelle: Fraunhofer ILT 5 min Lesedauer

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Der internationale Wettbewerb in der Batterieindustrie verschärft sich. Aber das Lasersymposium Elektromobilität LSE’26 machte Mut ...

Kopfh hoch! Die Asiaten sind zwar schneller und flexibler in der Batterieherstellung als die Europäer! Doch Europa braucht nicht verzweifeln, wie das Lasersymposium Elektromobilität LSE’26 am Fraunhofer ILT in Aachen vor Kurzem gezeigt hat ...(Bild:  KI-generiert)
Kopfh hoch! Die Asiaten sind zwar schneller und flexibler in der Batterieherstellung als die Europäer! Doch Europa braucht nicht verzweifeln, wie das Lasersymposium Elektromobilität LSE’26 am Fraunhofer ILT in Aachen vor Kurzem gezeigt hat ...
(Bild: KI-generiert)

Der Einsatz von Batteriespeichern weitet sich aus. In der Mobilität kommen sie längst nicht mehr nur in Pkw zum Einsatz, sondern zunehmend auch in Zügen, schweren Bergbaumaschinen, Fähren und weiteren Nutzfahrzeugen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an stationären Speichern für Stromnetze und erneuerbare Energien. Damit entstehen sehr unterschiedliche Anforderungen an Zellchemie, Leistung, Lebensdauer, Bauform und Stückzahl sowie neue Märkte, in denen nicht allein der niedrigste Preis pro Kilowattstunde entscheidet, wie die Experten vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) registrieren.

Chinesische Strategien sollten nicht kopiert werden

Aber vor allem diese Vielfalt biete Chancen für die europäische Batterieindustrie. Bei standardisierten Zellen in sehr großen Stückzahlen haben asiatische Hersteller inzwischen allerdings einen erheblichen Kostenvorsprung. Für europäische Unternehmen kann es deshalb nicht mehr darum gehen, dieses Produktionsmodell einfach zu kopieren. Interessant seien vielmehr Anwendungen mit besonderen Anforderungen, kleineren oder mittleren Stückzahlen und häufig wechselnden Zellchemien oder Bauformen. Dabei spielen außer den Kosten auch kurze Entwicklungszeiten, flexible Anlagen, stabile Prozesse und eine möglichst fehlerfreie Fertigung eine wichtige Rolle.

Europa muss Flexibler und schneller handeln

Wie groß der Handlungsdruck ist, erläuterte auf dem Lasersymposium Elektromobilität LSE’26 in Aachen unter anderem Dr.-Ing. Andreas Russ von Bosch Manufacturing Solutions. Asiatische Hersteller skalieren demnach schneller, investieren stärker und setzen damit neue Kostenmaßstäbe. Zugleich verkürzten sich die Zeiträume zwischen Produktentwicklung und Produktionsstart. Bosch nennt für neue Produktionssysteme in Europa Entwicklungs- und Lieferzeiten von weniger als zwölf Monaten, während in Asien teilweise weniger als sechs Monate ins Land gehen. Daraus ergeben sich klare Anforderungen an die Produktion: Anlagen müssen skalierbar und flexibel sein, Produkt und Maschine möglichst parallel entwickelt werden.

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