Werkzeugmaschinen MAG schafft Turnaround und bekommt neuen Chef

Redakteur: Stéphane Itasse

Die MAG Europe GmbH, Göppingen, schreibt wieder schwarze Zahlen. Im ersten Halbjahr 2012 erwirtschaftete der Werkzeugmaschinenhersteller laut eigener Mitteilung vom Donnerstag ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT N), das im einstelligen Millionen-Euro-Bereich positiv war. Mit dem Abschluss der Restrukturierung erhält das Unternehmen zudem einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung.

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Die MAG Geschäftsführung (v.l.).: Dr. Sebastian Schöning, Jan Siebert, Dr. Gerald Weber (Vorsitzender ab 1. September) und Rolf Rickmeyer (Vorsitzender bis 31. August).
Die MAG Geschäftsführung (v.l.).: Dr. Sebastian Schöning, Jan Siebert, Dr. Gerald Weber (Vorsitzender ab 1. September) und Rolf Rickmeyer (Vorsitzender bis 31. August).
(Bild: MAG)

Dr. Gerald Weber wechselt zum 1. September 2012 aus dem Aufsichtsrat der MAG Europe GmbH in die Geschäftsführung der MAG Europe Gruppe und wird den Werkzeugmaschinen- und Anlagenbauer in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Geschäftsführern Dr. Sebastian Schöning und Jan Siebert führen, heißt es weiter.

Neuer MAG-Chef ist gelernter Werkzeugmacher

Der gelernte Werkzeugmacher Weber ist laut MAG Experte im Automotive- und Luftfahrtsektor: Er habe mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in Führungspositionen, unter anderem bei Volkswagen, Daimler-Chrysler und Airbus. Als Geschäftsführer der MAG-Europe-Gruppe erhalte Weber einen Vertrag bis 2015.

Weber folgt bei MAG Europe als Vorsitzender der Geschäftsführung auf Rolf Rickmeyer, der die Restrukturierung der Unternehmensgruppe entscheidend geprägt habe. Rickmeyer scheide damit vertragsgemäß zum 31. August 2012 aus der Geschäftsführung aus. Als Generalbevollmächtigter und Mitglied des Management Teams will er die angestoßene Neuausrichtung fortführen und den Wechsel in der Geschäftsführung begleiten.

MAG steigert Umsatz im ersten Halbjahr 2012 deutlich

Die Restrukturierung und strategische Neuausrichtung der MAG Europe Gruppe zeigt Wirkung, wie die US-GAAP-Kennzahlen laut Mitteilung zeigen: Zum ersten Halbjahr 2012 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54 % auf 341 Mio. Euro. Der Auftragseingang betrug 307 Mio. Euro. Das um Restrukturierungs- und andere Einmaleffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT N) sei im einstelligen Millionenbereich positiv. Das Gesamtjahr 2011 war noch mit einem Verlust von rund 30 Mio. Euro abgeschlossen worden.

„Getragen wurde die Ergebnisverbesserung neben dem deutlich gestiegenen Umsatz vor allem durch den Anstieg der Projektmargen sowie deutlich reduzierte Struktur- und Prozesskosten“, sagte Rickmeyer. Die Gesellschaft bestätigt auf dieser Grundlage den auch mit den Banken Ende 2011 vereinbarten Restrukturierungsplan, nach dem für 2012 ein deutlich positives operatives Ergebnis angestrebt wird. „Damit ist der entscheidende Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Zukunft der Unternehmensgruppe erreicht“, erläuterte Rickmeyer weiter.

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