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Magnetspannsystem hält Spritzgießwerkzeuge bis 240 °C sicher

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Alternativen, die bis 400 °C tauglich sind

Die Verarbeitung der Hochleistungs-Thermoplaste ist jedoch nicht ganz einfach. Da sie erst unter verhältnismäßig hohen Temperaturen plastifizieren, müssen die Spritzgussmaschinen speziell ausgerüstet werden. Beim Werkstoff PEEK etwa, der einen Dauergebrauch bei 260 °C erlaubt, muss die Schmelze auf 390 bis 400 °C erhitzt werden. Die Werkzeugtemperatur liegt dabei typischerweise zwischen 160 und 190 °C. Deshalb bedarf die Fertigung besonderer Spannmittel, die auch für hohe Temperaturen ausgelegt sind. Hier finden Magnetspannplatten der M-TECS Reihe von Roemheld Verwendung, deren maximale Arbeitstemperatur 240 °C beträgt und die bereits seit mehr als einem Jahrzehnt auch in der Gummiindustrie eingesetzt werden.

Neue Steuerung implementiert

Die auf der Messe vorgestellten Magnetspannplatten mit neuer Steuerung können Formen und Werkzeuge unterschiedlichster Geometrien, Größen und Gewichte fixieren. Kraftvolle Permanentmagneten sorgen dafür, dass auch mehrere Tonnen schwere Werkzeughälften deformationsfrei, positionsgenau, parallel und zuverlässig gehalten werden. Dabei dringt das Magnetfeld nur wenige Millimeter tief in das Werkzeug ein. Gespannt und gelöst wird durch einen kurzen Stromimpuls.

Die Platten entsprechen höchsten Sicherheitsanforderungen und erfüllen die Normen EN 201 und EN 289 für Spitzgießmaschinen und Gummipressen. Allen Vorgaben hinsichtlich der relevanten Signale wie Magnetisierung, Stromversorgung, Werkzeugüberwachung und Notstopp wird auf Ebene der Performancelevels „d“ und „e“ entsprochen. Sicherheitssignale und Fehlermeldungen sind am Bedienpanel einsehbar, auf Wunsch können sie zudem zeitgleich über eine RS- oder Profibus-Schnittstelle an die Steuerung der Spritzgussmaschine übermittelt werden. Angeboten werden verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Arbeitstemperaturen. Die Größe und Geometrie der Platten ist kundenspezifisch anpassbar, optional lässt sich zudem eine Heizung integrieren. Da die Magnetspannsysteme meist innerhalb weniger Stunden auf vorhandenen Spritzgussanlagen montiert werden können, sind sie auch als Nachrüstelement beliebt.

Keilspanner ergänzte den K-Auftritt

Neben den Platten der M-TECS-Reihe, präsentierte Roehmheld auf der K-Messe einen neuen, elektromechanischen Keilspanner mit programmierbarem Antrieb sowie einen besonders leistungsstarken Sicherheits-Transportwagen. Ein Überblick über die leicht nachrüstbaren, hydraulischen Spannelemente des Unternehmens rundete die Messepräsenz ab.

Roemheld sieht sich mit seiner Werkzeugspann- und -wechseltechnik als Experte für die Optimierung von Rüstzeiten. Der Produktbereich bietet für die Kunststoffverarbeitung eine ausgesprochen breite Auswahl an Magnetspannsystemen, hydraulischen Schnellspannsystemen sowie elektromagnetischer und mechanischer Spanntechnik. Das umfassende Sortiment für den Werkzeugwechsel wie Medienkupplungen, Rollenleisten, Tragkonsolen und Transportwagen ergänzt das Angebot.

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