Halb so wild? Markt innerhalb der EU kann Verluste durch USA kompensieren

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wie eine aktuelle Studie von Deloitte ergab, können wegbrechende Exporte in die USA allein durch den europäischen Markt wohl ausgeglichen werden – wenn nicht sogar mehr ...

Die Exporte in die USA werden durch Zölle wohl weniger werden. Dennoch, so haben Experten von Deloitte analysiert, kann der EU-Binnemarkt das Loch mehr als stopfen – wenn gewisse Rahmenbedingungen im EU-Binnenmarkt geschaffen werden ...(Bild:  Concreter)
Die Exporte in die USA werden durch Zölle wohl weniger werden. Dennoch, so haben Experten von Deloitte analysiert, kann der EU-Binnemarkt das Loch mehr als stopfen – wenn gewisse Rahmenbedingungen im EU-Binnenmarkt geschaffen werden ...
(Bild: Concreter)

Handelskriege und erstarkender Protektionismus in den USA werden Europa nach Einschätzung von Experten wieder stärker in den Fokus der deutschen Exportindustrie rücken. Das daraus folgende stärkere Wachstum auf dem EU-Markt könnte, wie Experten von Deloitte glauben, ein schrumpfendes US-Geschäft sogar mehr als ausgleichen. Voll nutzen könne man die Chance aber nur, wenn die EU noch bestehende Handelsschranken abbaue.

Die Gewinner heißen Maschinenbau und Elektroindustrie

Allein die bis Mitte März angekündigten Handelsbarrieren dürften die deutschen Exporte in die USA bis 2035 um durchschnittlich 3,2 Prozent pro Jahr schrumpfen lassen, heißt es weiter. Das US-Geschäft werde dabei in den kommenden 10 Jahren von derzeit 84 Milliarden auf 59 Milliarden Euro geschmälert. Profitieren würden vor allem der Maschinenbau und die Elektroindustrie, heißt es in der Studie. Denn in diesen Sektoren seien die Belastungen in der EU bisher besonders hoch. Deutlich geringer falle der Effekt bei Autos und Chemieprodukten aus, denn dort seien die Belastungen durch Handelshemmnisse innerhalb Europas schon jetzt am geringsten.

EU-Binnenmarkt hat mehr Potenzial als der US-Markt

Ausfuhren in die zehn wichtigsten Abnehmerländer dürften demnach im Schnitt um 2,5 Prozent pro Jahr zulegen, anstatt der noch im Herbst erwarteten 1,8 Prozent, bevor sicher war, dass Donald Trump die zweite Runde als Präsident antritt. Das könne eben das wegbrechende US-Geschäft sogar mehr als ausgleichen – zumindest nominal, ohne Berücksichtigung der Inflation, wie die Experten anmerken. Schon jetzt sei das Volumen der zehn größten Abnehmer in Europa mit zusammen 357 Milliarden Euro mehr als viermal so hoch wie das in den USA. Für 2035 wären es mit dann 467 Milliarden Euro sogar fast achtmal so viel. Deloitte sagt dazu, dass der EU-Binnenmarkt quasi ein schlafender Riese für die deutsche Industrie ist. Wenn man es richtig mache, könne ein Wachstums-Boom ausgelöst werden.

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