Kunststoff Polypropylen Marktstudie: Ein Kunststoff erobert die Welt
Das zähe, wachsartige und physisch unbedenkliche Polypropylen (PP) steckt überall: in Verpackungen, Haushaltsgeräten und Textilien ebenso, wie in Fahrzeugen. Nach Polyethylen (PE) ist er der gefragteste Kunststoff, sagt Oliver Kutsch, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Ceresana. Man erwarte bis 2021 ein globales Umsatzwachstum von etwa 5,8 % pro Jahr.
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Die Kunststoff-Sorte Polypropylen verfügt über gut ausgewogene Eigenschaften, die an eine Vielzahl von Herstellungsmethoden und Anwendungen angepasst werden können. PP wird deshalb in vielen unterschiedlichen Gebieten eingesetzt. Ceresanas Marktreport zu Polypropylen erscheint gerade in der bereits dritten Auflage:
China und Indien treiben den PP-Markt an
Die Erschließung neuer Anwendungsgebiete, die Entwicklung von Biokunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen sowie der Ersatz anderer Materialien eröffnen Polypropylen ein hohes Wachstumspotential. Massiv steigt die Nachfrage nach wie vor in China und Indien, weshalb auf die Region Asien-Pazifik im Jahr 2021 voraussichtlich rund 58 % des weltweiten Verbrauchs entfallen wird. In den USA, dem größten Abnehmer von starren Kunststoffverpackungen, zieht die Nachfrage nach Polypropylen ebenfalls an. In Deutschland, Italien und Frankreich, den größten europäischen Verbraucher-Ländern, steigt die Nachfrage dagegen kaum noch. Der Weltmarkt-Anteil westeuropäischer PP-Hersteller wird in den nächsten Jahren voraussichtlich von 13,9 % auf 11,4 % sinken. Stärker wächst der Absatz in Osteuropa. Besonders in Russland konnte PP im Verpackungssektor gegenüber konkurrierenden Kunststoffen wie Polyethylen und PET stark zulegen.
Verpackungen sind die Polypropylen-Domäne
Über die Hälfte des weltweit verbrauchten Polypropylens wird zur Herstellung von Verpackungen eingesetzt. Das größte Anwendungsgebiet sind flexible Verpackungen aus PP-Folien. Danach folgen starre Verpackungen, zum Beispiel Behälter und Verschlüsse. Fasern und Konsumprodukte aus Polypropylen erreichen einen Anteil von jeweils rund 12 %. Die größte Wachstumsrate wird in den kommenden Jahren voraussichtlich der Einsatz in der Fahrzeugindustrie verzeichnen. Die Bauindustrie sowie der Bereich Elektro und Elektronik erhöhen ihren Polypropylen-Verbrauch im Schnitt um rund 4 % pro Jahr.
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