Anbieter zum Thema
Die marktsynchrone Produktion wird inzwischen von vielen Unternehmen eingesetzt, die mit sehr unterschiedlichen Prozessen ganz verschiedene Produkte fertigen. Das Spektrum reicht von Fertigern von Großsystemen wie Kraftwerksturbinen über eine ganze Reihe von Spezialmaschinenbauern bis zu Exoten wie Produzenten hochwertiger Messer oder komplexer Lichtsysteme.
Zu den bekannten Unternehmen gehören etwa Siemens, Alstom, Liebherr, MTU, Arburg, Krauss-Maffei, Voith Turbo, ABB und Zwilling. Konzepte, Verfahren und Technologie der marktsynchronen Produktion sind so flexibel, dass sie sich in den Einführungsprojekten sehr feingranular an beliebige, auch sehr spezielle Fertigungsprozesse von Einzel- und Kleinserien anpassen lassen.
Marktsychrone Produktion scheitert oft am Management
Haupthindernis bei der Einführung der marktsynchronen Produktion sind meist nicht die Fertigungsprozesse selbst, sondern die Personen, die für die Fertigung verantwortlich oder relevant sind. Teilweise fehlt die Einsicht, dass neue Planungsprozesse benötigt werden. Teilweise gibt es die üblichen Widerstände gegen den Wandel, verbunden mit der Angst, Kompetenzen und Gestaltungsspielräume zu verlieren. Hauptaufgabe des Managements ist es, durch die richtigen Fragen an das Team die Notwendigkeit für einen neuen Planungsansatz offenzulegen und die Beharrungskräfte durch Überzeugung zu überwinden.
Um sich als Management selbst ein erstes eigenes Bild über die Situation in der Fertigung zu verschaffen, sollte der Fertigungsleitung eine Reihe von Fragen (siehe Kasten) gestellt werden, die in ihrer Gesamtheit einen Produktionscheck darstellen.
Nachdem der informelle Produktionscheck erste Informationen über Missstände in der Fertigung geliefert hat, empfiehlt sich eine systematische Potenzialanalyse. Diese misst mit aussagekräftigen, belastbaren Kennzahlen, die auf Hunderten Analysen bei typischen Maschinen- und Anlagenbauern mit Einzel- und Kleinserienfertigung basieren, die wichtigsten Effizienztreiber in der Produktion. Die Kennzahlen informieren beispielsweise über Rückstände, Fehlteilquoten, Durchlaufzeiten, Aufwandsfaktoren, Fließgrad oder Work in Process in der Fertigung.
Auf diesem System aufbauend, haben Industrieexperten mit ihren Einsichten in viele und vielfältige Fertigungssysteme großer, mittlerer und kleiner Unternehmen branchenspezifische Benchmarks ermittelt. Damit werden aus den Kennzahlen Optimierungsindikatoren, die detaillierten Aufschluss über das Ergebnispotenzial einer optimierten Fertigung geben.
(ID:39551500)