Maschinenelemente Mechanische Stoppsysteme bieten ein Plus an Schutz und Produktivität
Mechanische Stoppsysteme für Maschinentüren und Schutzhauben verbessern nicht nur den Personenschutz, sondern steigern auch die Maschinenproduktivität. Das verdeutlicht eine Entwicklung, bei der die Unterbrechung des Schließvorgangs ohne zeitliche Verzögerung erfolgt.
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Die Reduzierung von Taktzeiten und Minimierung unproduktiver Nebenzeiten haben bei der Maschinenentwicklung höchste Priorität. Allerdings zwingt der Schutz der Personen, die an Maschinen und Anlagen arbeiten, den Maschinenhersteller immer wieder zur Kompromissbereitschaft. Grund dafür ist die Nachlaufzeit elektrischer Schutzeinrichtungen für Türen und Schutzhauben.
Nachlauffreie Schutzeinrichtung kommt ohne elektronische Komponenten aus
Üblicherweise erschwert sie die Maximierung der Anlagen- und Maschinenproduktivität. Das ist besonders dann der Fall, wenn Werkstücke zugeführt werden müssen. Nichtsdestoweniger gibt es eine Lösung: das Schutzsystem Meclock, das von der Strasser Maschinenbau GmbH, Weingarten, entwickelt wurde (Bild 1). Diese nachlauffreie Schutzeinrichtung kommt ohne elektronische Komponenten aus. Ende vergangenen Jahres wurde sie mit dem Innovationspreis des Bundeslands Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Am 29. Dezember 2009 trat die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG in Kraft, die alle Maschinenhersteller gesetzlich verpflichtet, sichere Maschinen zu konstruieren. Das gilt nicht nur für komplette Maschinen, sondern erstmals auch für sogenannte „unvollständige Maschinen“, zum Beispiel für Maschinentüren, Handhabungseinrichtungen oder Zuführbänder.
Nachlauf hat negativen Einfluss auf die Produktivität
Im Fall der Maschinentüren soll die Schutzeinrichtung beispielsweise verhindern, dass der Maschinenbediener die Finger einklemmt oder diese ihm gar abgetrennt werden. In der Regel werden dafür elektronische Sensorleisten eingesetzt, die der Maschinensteuerung einen Personeneingriff melden. Durch die Signalverarbeitung bei solchen elektrischen Lösungen entsteht jedoch ein Nachlauf der bewegten Teile. Dieser Nachlauf muss im Sicherheitskonzept der Maschine berücksichtigt werden, was sich allerdings negativ auf die Produktivität auswirkt (Bild 2).
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