Ventile Mediengetrennte Magnetventile richtig auswählen

Redakteur: Stéphane Itasse

Mediengetrennte Magnetventile sind ein zentraler Bestandteil in der Steuerung von Fluiden in Prozessanlagen. Da ihre Zuverlässigkeit entscheidend von den Prozessbedingungen und Medieneigenschaften abhängt, ist die Auswahl des richtigen Ventiltyps eine anspruchsvolle Aufgabe.

Anbieter zum Thema

Die Kleinstmagnetventile der Typen 6624 Twin-Power und 6626 Twin-Power bieten hohe Antriebsleistung bei kompaktem Design. (Bild: Bürkert)
Die Kleinstmagnetventile der Typen 6624 Twin-Power und 6626 Twin-Power bieten hohe Antriebsleistung bei kompaktem Design. (Bild: Bürkert)

Bei mediengetrennten Ventilen treten außer dem Fluidgehäuse und der Trennmembran keine weiteren Teile mit dem Medium in Kontakt. Die Ventilmechanik mit dem elektromagnetischen Antrieb, Führungsrohr, Hubanker oder Federn befindet sich außerhalb des Fluidraumes. Prozess- und medienabhängig kommen in der Praxis verschiedene Ventiltypen zum Einsatz.

Magnetventile müssen leicht zu reinigen sein

Aus der langjährigen Erfahrung haben sich heute vier unabhängige medientrennte Ventiltypen im Portfolio des Fluidtechnikspezialisten Bürkert etabliert. Flipper- und Wippenventile sind in der Medizin-, Analyse-, Gas- und Dosiertechnik aufgrund ihrer kompakten Bauweise beliebt. Mit ihren vorrangigen Nennweiten (0,4 bis 3 mm) sind sie für das Dosieren geeignet. Der Einsatzbereich reicht vom Hochvakuum bis zu 10 bar Prozessdruck.

Als 3/2-Wege-Version in der Standardausführung sind sie fluidisch universell einsetzbar. Reinigbarkeit und Hygiene sind auf den Zielmärkten unabdingbar, so dass medienberührende Teile nicht nur mit dem eigentlichen Medium, sondern auch mit teilweise aggressiven Spül-, Reinigungs- oder Pufferlösungen in Kontakt kommen.

Aus diesem Grund finden in den Ventilen überwiegend Membranwerkstoffe aus FKM oder FFKM Verwendung. Für das Fluidgehäuse gelten die gleichen Anforderungen, jedoch können hier verschiedene Kunststoffe wie PEEK, PVDF oder PPS verwendet werden.

Wippenventiltechnik mit neuem Antriebskonzept

Mit den neuen Ventilen der Typen 6624 und 6626 kombiniert Bürkert die Wippenventiltechnik mit einem neuen Antriebskonzept. Die dort eingesetzte Twin-Power-Technik greift den Trend zur Miniaturisierung bei Labor- und Analysegeräten auf und stellt den Anwendern und OEMs in diesem Bereich Ventile zur Verfügung, die bei gleicher Nennweite und identischem Druckbereich bis zu 50% kleiner sind. Die Reduktion der Baugröße erfordert somit in der Anwendung keinerlei Kompromisse hinsichtlich des Durchsatzes der Flüssigkeiten.

(ID:28427860)