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Als Sicherheitssystem wird Sirius 3RK3 MSS von Siemens eingesetzt. Die Identifikation der Mitarbeiter für I-Punkt-Dialoge geschieht über das Scannen des Mitarbeiterausweises; die Wegerfassung funktioniert über ein Barcode-System. Die Gesamtlösung von Siemens umfasst außerdem das Versenden von SMS- und Sprach-Meldungen auf die Mobilfunkgeräte der Mitarbeiter und das Einbinden einer Web-Kamera zur Anlagenbeobachtung der automatischen Anlagenteile.
Planmäßige Inbetriebnahme des fahrerlosen Transportsystems durch umfassende Vorab-Tests
Die Emulation erfolgte nach dreimonatiger Software-Erstellungsphase mit der S7-Software auf dem Zielsystem, das über den OPC-Server (Object Linking and Embedding for Process Control) an ein dreidimensionales Emulationssystem angekoppelt wurde (Bild 4). Alle Transportbewegungen im Hand- und Automatikbetrieb konnten so noch vor der Inbetriebnahme komplett getestet werden.
Die Tests in der Endphase fanden im Beisein des Kunden statt, so dass eine Vorabnahme der wesentlichsten Funktionen bereits vor der Inbetriebnahme auf der Baustelle möglich war. Die Testergebnisse wurden mithilfe eines Bildschirmvideos dokumentiert. Aufgrund der intensiven Inhouse-Tests konnte die Inbetriebnahme in kürzester Zeit erfolgen und die Anlage noch vor dem vereinbarten Termin an den Kunden übergeben werden.
Fahrerloses Transportsystem bringt Ware zum optimalen Zeitpunkt an den richtigen Ort
Durch den automatisierten Palettentransport wird die Ware heute zeitlich optimal am Verwendungsort (Produktion oder Verpackung) bereitgestellt. Der Aufenthaltsort der Waren kann durch die Automatisierungssysteme (S7, Win CC) bis hin zum SAP-Leitsystem jederzeit nachvollzogen werden.
Vor der Umsetzung des Erweiterungsprojekts war der Verbleib der Ware, bedingt durch den Schleppertransport, nur eingeschränkt nachvollziehbar. Durch den automatischen Palettentransport sind Wartezeiten auf Ware nahezu entfallen.
Fahrerloses Transportsystem beseitigt Lärmbelästigung für Mitarbeiter
Eine Lärmbelästigung der Mitarbeiter (bisher Lärmarbeitsplatz wegen Flaschentransport) besteht durch den Wegfall des Schleppertransports nicht mehr. Der Transport erfolgt nun materialschonend für die Glasflaschen.
Mit dem Abschluss des Erweiterungsprojekts zeigt sich auch Elmar Reek, Technikleiter des Logistikzentrums der Bayer Schering Pharma AG in Leverkusen, zufrieden. Seiner Aussage zufolge stand ihm mit Siemens ein Partner zur Seite, der stets das Projektziel verfolgte. Das gemeinsame Projektteam war bestrebt, die Aufgabenstellungen zu lösen und das Projekt zum Erfolg zu führen.
Dadurch konnten die terminlichen Vereinbarungen zu 100% erfüllt werden. Auf diese Weise sei innerhalb der gesamten Projektphase, auch während der Umbau- und Inbetriebnahmezeiten, eine sichere Planung aller Warenströme möglich gewesen.
Thomas Lesche ist Projektmanager bei der Siemens-Division Industry Solutions in 50823 Köln.
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