Salzgitter Flachstahl Mehr Qualität und Energieeffizienz beim Bandgießen von HSD-Stählen
Salzgitter Flachstahl hat der SMS Siemag AG den Auftrag zum Bau einer Bandgießanlage für den Standort Peine erteilt. Dabei wird ein Gießkonzept umgesetzt, das nach Angaben der größten Stahltochter im Salzgitter-Konzern grundlegend anders ist als bei konventionellen Anlagen.
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Das werde sich in einer erheblichen Energieeinsparung zeigen – sowie in der hohen produzierten HSD-Stahlqualität, die Ulrich Grethe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Salzgitter Flachstahl GmbH, mit den Merkmalen „außergewöhnliche Verformbarkeit“ und „hohe Festigkeit“ umschreibt. Anwendungen werden vor allem im Automobilbau gesehen.
HSD-Stähle tragen zum Leichtbau bei
Dort können HSD-Stähle (High Strength and Ductility) besser zur Gewichtsreduzierung beitragen als konventionelle Legierungen. Basis dafür ist nicht nur die um etwa 5% niedrigere Dichte. Das Anlagenkonzept werde das Werkstoffspektrum erweitern, ist Grethe überzeugt, „über die HSD-Stähle hinaus“.
Der Auftrag umfasst sowohl das Basis- als auch das Detailengineering, die Herstellung, Lieferung und Installation der kompletten Mechanik, Elektrik und Automatisierung einschließlich aller Nebeneinrichtungen, aber auch die Modifikation eines vorhandenen Walzgerüstes zur Weiterverarbeitung der Vorbänder am Hauptstandort Salzgitter. Dadurch bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, um ein hohes energetisches Einsparpotenzial zu erschließen.
Wissenschaftler der TU Clausthal helfen beim Projekt für HSD-Stähle
Wissenschaftliche Unterstützung kommt von der TU Clausthal. Schließlich wird es die weltweit erste Anlage sein, die im Industriemaßstab all diese Anforderungen erfüllen soll. Aufgrund der erzielbaren Umwelteffekte unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit das gesamte Projekt mit einem Investitionszuschuss von 19 Mio. Euro.
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