Maurer Magnetic Messgerät spürt magnetische Stellen auf Bauteiloberflächen auf
Das Messgerät M-Test LL zeigt magnetische Stellen auf Bauteiloberflächen an. Wie der Hersteller angibt, eignet sich das Gerät zum Nachweis kleinster unerwünschter Magnetfelder, beispielsweise auf Wälzlagerrollen.
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Messtechnik – us. Maurer Magnetic hat nach eigenen Angaben ein Messgerät speziell für Restmagnetimus entwickelt, das M-Test LL. Das Gerät von der Größe eines Taschenbuchs ist, so das Unternehmen, eine unentbehrliche Hilfe für Praktiker in der Industrie, um Magnetismus schnell und sicher zu identifizieren. Das Messgerät ist mit einer handgeführten Sonde zum Abtasten von Oberflächen ausgestattet. Die Indikator-LED an der Spitze der Sonde zeigt durch ihr Aufleuchten Magnetfelder bereits unter 2 A/cm an und erlaubt so ein einfaches und schnelles Aufspüren von magnetischen Stellen auf der Bauteiloberfläche.
Wie Maurer ausführt, können auch räumlich nur sehr kleine magnetisierte Bereiche auf der Bauteiloberfläche eine beträchtliche magnetische Anziehungskraft entwickeln und Metallpartikel so stark anhaften lassen, dass sie auch mit fortschrittlichen Reinigungsprozessen schwierig zu entfernen sind. Weil bei der Messsonde des M-Test LL der Abstand des Hall-Sensors zur Sondenoberfläche nur 0,5 mm beträgt, eignet sich dieses Gaussmeter auch zum Nachweis der Existenz solcher kleinster unerwünschter Magnetfelder, beispielsweise auf einzelnen Rollen eines Wälzlagers.
Feinpolige magnetische Strukturen im Material würden von handelsüblichen Messgeräten oft nicht entdeckt, könnten aber Ausgangspunkt für eine Re-Magnetisierung des gesamten Bauteils, zum Beispiel begünstigt durch Erschütterungen beim Transport, sein.
Magnetismus und die dadurch anhaftenden Partikel sorgen unter anderem dafür, dass Getriebeketten zerstört werden, Sinterteile nicht maßhaltig sind oder die Oberflächengüte von Beschichtungen leidet. Magnetisch induzierte Wirbelströme in bewegten Teilen wie Turbinen oder Wälzlagern können zu Lichtbogenüberschlägen und Lochfraß führen.
Mit dem M-Test LL werden Gleich- und Wechselstrommagnetfelder reproduzierbar gemessen, so Maurer weiter. Die Einheiten lassen sich über das farbige Touchscreen von Ampere pro Zentimeter (A/cm), in Gauss oder Milli-Tesla (mT) umstellen. Das Gerät speichere automatisch die hauptsächlich relevanten Maximalwerte sowie ihre Polarität. Das M-Test LL finde Verwendung in der Wareneingangskontrolle, in allen Bereichen der Fertigung aber auch im Labor.
Das Messgerät verfügt laut Maurer standardmäßig über einen Analog-Ausgang. Die optionale USB-Schnittstelle wird mit einer Auswertesoftware geliefert. Weiter erhalten Kunden auf Wunsch ein Kalibrier-Zertifikat und einen Referenzmagnet.
Außer der eigentlichen Magnetisierung wird, wie Maurer Magnetic ausführt, in einem Bauteil zusätzlich Magnetismus durch das Umgebungsfeld im Bauteil induziert. Eine Messung detektiere daher neben der eigentlichen Magnetisierung des Bauteils auch die Einflüsse aus dem Umgebungsfeld, dass durch das Bauteil geleitet wird. Diese Einflüsse könnten das Messergebnis signifikant verfälschen. Wirklich präzise Messungen könne es daher nur im magnetfeldfreien Raum geben. Die „Null-Gauss-Kammer“ von Maurer Magnetic schaffe solche Bedingungen und erlaube standortunabhängig reproduzierbare Messungen ohne Beeinflussung des Messergebnisses durch induzierte Umgebungsfelder.
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