VDI-Richtlinie Messunsicherheiten bei Koordinatenmessgeräten einfacher ermitteln

Redakteur: Udo Schnell

Im Zuge von Produktionsprozessen werden vielfach Messungen auf Koordinatenmessgeräten (KMG) durchgeführt. Denn die steigenden Anforderungen an die Produktqualität erfordern vom Anwender durchgängige Qualitätskontrollen. Die dazu verwendeten Koordinatenmessgeräte sind hochkomplexe Messsysteme. Das Ermitteln der zum Messergebnis zugehörigen Messunsicherheit erfordert vom Anwender, sich mit der Messtechnik und mit seinem Messprozess auseinanderzusetzen.

Anbieter zum Thema

Entwurf beschreibt vereinfachtes Verfahren

Die neu erschienene Richtlinie VDI/VDE 2617 Blatt 11 Entwurf beschreibt nach Angaben des Herausgebers ein vereinfachtes Verfahren zum Ermitteln der Messunsicherheit unter Anwendung von Messunsicherheitsbilanzen. Das beschriebene Verfahren ist den Angaben zufolge ein analytisches Verfahren, das den Vorgaben des ISO/BIPM-Leitfaden „Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement“ (GUM) folgt. Ausgehend von einem mathematischen Modell der Messung werden die Einflussgrößen der Messung bestimmt und daraus die Messunsicherheit ermittelt, heißt es weiter.

Verfahren liefert Anhaltswerte für die Beurteilung der Messung

Das Verfahren führt in der Regel zu einer Überschätzung der Messunsicherheit, liefert dennoch Anhaltswerte, die zu einer Beurteilung der Messung beitragen.

Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE 2617 ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik. Der Entwurf VDI/VDE 2617 Blatt 11 erscheint ab Juli 2009 zum Preis von 58,30 Euro beim Beuth Verlag in Berlin.

(ID:309314)