Hybridteile

Metalle und Kunststoffe verschmelzen zur Symbiose

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So wird im ersten Schritt der sich noch im vorgestanzten Band befindende Clip-Rohling mit einem Kunststoffgriff umspritzt. Im zweiten Schritt werden die Clips die jetzt bereits mit dem Kunststoffgriff ausgestattet sind, als fertige Artikel vom Band herausgetrennt. Die getrennten Teile fallen in einen darunter befindlichen Behälter. das Restband wird anschließend von einem Vertikalwickler von Leicht wieder zu einem Coil aufgewickelt. Dabei wird ein Papierstreifen mit eingewickelt, der das gestanzte Band vor dem verhaken schützt.

Zwei Fertigungsschritte in einem Hub

Die Zweiphasigkeit besteht darin, dass mit einem Hub die zwei Fertigungsschritte, wie zuvor beschrieben, realisiert werden. Während der in das Werkzeug einlaufende Clip-Rohling mit Kunststoffgriff ausgestattet wird, wird das Fertigteil aus dem Band herausgetrennt.

Das Werkzeug für diese Anlage steuerte die Alfred Kron GmbH bei. „Wir sind bereits in der vierten Generation und produzieren Stanzbiegeteile, größtenteils für die Automobilindustrie, für die Elektrobranche und die Beschlagindustrie“, erläutert Philipp Kron, Geschäftsführer des Unternehmens. Pro Jahr werden bei Kron in Solingen mit 50 Mitarbeitern etwa eine Milliarde solcher Teile gefertigt.

Stanzteile-Lieferant fertigt alle Werkzeuge selbst

Die Werkzeuge die dafür benötigt werden, fertigt Kron ausschließlich selbst. „Wir haben auch mobile Automaten im Einsatz, wofür wir dann auch die Werkzeugeinrichtungen selbst bauen“, verrät Kron und ergänzt: „Jetzt fangen wir auch an, das Kunststoffspritzen verstärkt auszubauen.“

Als Spritzgießeinheit wurde ein Allrounder 275 V mit Freiraumsystem ausgewählt, Die Vertikalmaschine von Arburg arbeitet mit einem Spritzaggregat 30, das ein maximales Schussgewicht von 14 g erreicht. Der Griff an dem Demonstrationsbauteil wiegt 0,9 g und bringt es, zusammen mit dem Metalleinleger auf 1,6 g.

Eine Besonderheit, die vor allem das Werkzeug betrifft, ist die so genannte Magic Box, die von Unidor GmbH hergestellt und geliefert wurde. Fast unscheinbar in das Werkzeug integriert und nur durch einen roten Streifen sichtbar, erfasst dieser Sensor alle fertigungs- und produktionsrelevanten Daten, liefert sie an einen Rechner oder schreibt sie auf und druckt sie aus.

Elektronische Werkzeugbegleitkarte stößt auf reges Interesse

Ulrich Hauser, Entwicklungsleiter bei Unidor fesselt mit seinen Erklärungen eine handvoll Interessenten: „Also diese elektronische Werkzeugbegleitkarte oder wie wir es nennen das elektronische Werkzeugtagebuch ist was ganz Neues. Es besteht aus einem applikationsneutralen Funkdatenspeicher mit 32 kB Speicherplatz (das sind etwa 10 DIN A4-Seiten) und wird durch eine integrierte Batterie mit 8 Jahren Lebensdauer betrieben“.

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