Mewa Putztuch Mewa bietet ein allgegenwärtiges Putzhelferlein
Er wird benutzt, um über ölverschmierte Arbeitsplatten zu wischen, schmutzige Mechanikerhände zu säubern oder Flecken auf Maschinen zu entfernen. Die Rede ist vom Putzlappen – allgegenwärtig und dennoch unscheinbar. Dabei steckt hinter dem Putztuch von Mewa eine große Erfolgsgeschichte.
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Die Aluminiumversiegelung der Weinflasche wird bedruckt. Ein Farbklecks tropft auf die Druckwalze. Hans Müller muss schnell reagieren, denn der Tropfen trocknet innerhalb weniger Sekunden und kann die Rasterwalze der Druckmaschine außer Gefecht setzen. Der erfahrene Mitarbeiter bleibt ruhig und greift reflexartig zum Putztuch – Mewa hilft immer.
Egal, ob in einer Kfz-Werkstätte, einer Druckerei, bei einer Kunststoffverpackungsfirma oder einem Stahlproduzenten – das kleine Stoffhelferlein findet sich überall. Das Tuch wird benutzt, um schnell über die ölverschmierte Arbeitsplatte zu wischen, schmutzige Mechanikerhände zu säubern oder Flecken auf Maschinen zu entfernen. Es ist allgegenwärtig und doch unscheinbar. Dabei steckt hinter dem einfachen Putzlappen eine große Erfolgsgeschichte.
Zufällige Karriere: Das textile Putztuch ist in der Industrie stark nachgefragt
Begonnen hat alles im Jahre 1908: Die industrielle Produktion boomt in Deutschland. Neue technische Entwicklungen ermöglichen erstmals schnellere, präzisere Herstellungsverfahren. Vor allem in der Chemie-, Elektro- und Automobiltechnik steht Deutschland an der Spitze der Entwicklung. Was jedoch die Pflege der erfundenen Apparaturen betrifft, steckt man noch in den Kinderschuhen. Als Putzmittel dient, was gerade zur Hand ist – meist sind es Lappen aus minderwertigen Textilien, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden. Eine teure Lösung.
„Weben, waschen und ersetzen“ – ein Novum in der Industrialisierung
Das bringt den Kaufmann Herman Gebauer aus dem sächsischen Ostritz-Altstadt auf eine simple Geschäftsidee: Putztücher für die Reinigung von Maschinen – inklusive der späteren Pflege der Tücher. Unter dem Motto „Weben, waschen und ersetzen“ gründet er die Mechanische Weberei Altstadt (Mewa). Die Dienstleistung überzeugt. Die Nachfrage ist groß, denn Öle, Fette, Lösemittel und Farben machen Fabrikarbeitern das Leben schwer. Bereits im Gründungsjahr trägt Gebauer seinen ersten Großkunden ins Auftragsbuch ein: die Königlich Sächsische Staatseisenbahn, das größte Unternehmen in Sachsen. In den Zwanzigerjahren liest sich das Auftragsbuch der 20-köpfigen Firma schon wie das Who's who der deutschen Wirtschaft. Neben der Reichsbahn stehen Firmen wie Siemens, AEG und Bayer auf der Kundenliste des jungen Unternehmers.
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