Bearbeitungssysteme/Montageanlagen

Mikron erleidet deutliche Verluste im ersten Halbjahr

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Der Umsatz von 32,8 Mio. Franken lag mit minus -59,6% ebenfalls auf einem sehr tiefen Niveau und ist Ausdruck des seit neun Monaten schwachen Bestellungseingangs, wie Mikron mitteilt. Die ungenügende Auslastung an den beiden Produktionsstandorten Agno und Rottweil werde zu einem großen Teil durch Kurzarbeit kompensiert.

Mikron setzt stark auf Kurzarbeit im Geschäftsfeld Machining

Von dem Anfang des Jahres angekündigten Stellenabbau sei in den ersten sechs Monaten ein Teil umgesetzt worden. Dabei sei es neben natürlichen Abgängen und der Reduktion von befristeten Arbeitsverhältnissen auch zu Kündigungen gekommen. Als derzeit wichtigste Maßnahme setze Mikron auf Kurzarbeit.

Der Verlust beim Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich im ersten Halbjahr laut Mitteilung auf 14.1 Mio. Franken und ist eine Folge des drastischen und rasch eingetretenen Volumeneinbruchs sowohl im Neumaschinen- wie auch im Werkzeuggeschäft. Die zu Jahresbeginn eingeleiteten Korrekturmaßnahmen hätten sich im Ergebnis bisher nur teilweise niedergeschlagen und sollen im zweiten Halbjahr stärker Wirkung zeigen.

Mikron-Geschäftsfeld Machining erwartet keine höheren Auftragseingänge

Mikron rechnet damit, dass der hohe Anteil Kurzarbeit bis mindestens zum Jahresende bestehen bleibt. Für das zweite Halbjahr werde ein durchschnittliches Bestellvolumen pro Quartal auf Höhe des zweiten Quartals erwartet. Eine weiterführende Vorhersage der Entwicklung für die kommenden Monate bleibt schwierig, heißt es.

Im Geschäftssegment Automation war im umsatzstärksten Marktbereich Medical/Personal Care die Investitionsbereitschaft auf Kundenseite grundsätzlich intakt, wie Mikron erläutert. In allen andern Marktsegmenten werde eine große Zurückhaltung bei der Freigabe von Investitionen festgestellt. Entscheidungen würden häufig aufgeschoben.

Kunden im Mikron-Geschäftsfeld Automation bauen kaum Kapazitäten aus

Neue Kundenprojekte beträfen mehrheitlich Produktneueinführungen der Kunden und seltener den Ausbau bestehender Produktionskapazitäten. Die derzeit geringe Nachfrage des Marktes mache sich in einem erhöhten Druck auf die Preise bemerkbar.

Der Auftragseingang von 36 Mio. Franken lag um 41,3% unter dem Vorjahreszeitraum und verteilte sich gleichmäßig auf die beiden Quartale, heißt es. Ein Großteil der Bestellungen stamme von Kunden aus der Medizinaltechnik-/Pharmaindustrie, mehrheitlich aus Europa.

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