Cool verdrahtet

Minikühlschrank macht`s mit künstlichen Muskeln kalt

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Ganz so einfach ist der Umgang mit der Elastokalorik nicht ...

So simpel das Prinzip auf den ersten Blick scheine, so komplex seien aber die Forschungsfragen, die zu klären seien, will man damit einen Kühlkreislauf konstruieren. Im Minikühlschrank, den das Forschungsteam jetzt in Hannover vorstellt, sorgt etwa ein speziell konstruierter, patentierter Nockenantrieb dafür, dass Bündel aus 200 Mikrometer durchmessenden Nickel-Titan-Drähten fortwährend um eine runde Kühlkammer rotieren. Während sie im Kreis wandern, werden sie auf der einen Seite belastet, also gezogen, und auf der anderen Seite entlastet, erklären die Saarländer. Luft wird an den rotierenden Bündeln vorbei in die Kühlkammer geleitet, wo die Drähte entlastet werden und so der Luft Wärme entziehen. In der Kühlkammer zirkuliert die Luft dann dauerhaft um entlastete Drähte. Beim Weiterdrehen transportieren die Drähte Wärme aus der Kühlkammer heraus und geben sie ab, indem sie außen wieder gezogen, also belastet werden. Etwa zehn bis zwölf Grad Celsius können auf diese Weise in der Kühlkammer erreicht werden. Man forscht dabei daran, wie der Antrieb die Drähte permanent in Gang hält, wie die Luftströme aussehen, wie die Abläufe am effizientesten sind, wie viele Drähte sie bündeln müssen, wie stark diese idealerweise für eine bestimmte Kühlleistung gezogen werden. Schließlich soll es nicht bei diesem kleinen Demo-Kühlschrank bleiben, denn die Elastokalorik sei etwa auch für die Kühlung von Elektroautos interessant.

(ID:49989851)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung