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Hinter dieser Technik stehen jahrelange Entwicklungsarbeit und enge Kooperationen zwischen Rother-Spezialisten, Maschinenherstellern und Anwendern. Insbesondere Hightechmaterialien wie Titan, Chrom-Kobalt und Verbundwerkstoffe wie GJV, CFK und GFK, die verstärkt in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen, erfordern von allen Beteiligten im Gesamtzerspanungssystem neue Lösungen. Während zum Beispiel Werkzeughersteller und Maschinenbauer ihre Hausaufgaben bisher gemacht haben, stecken herkömmliche Schmier- und Kühltechniken in der Sackgasse, wenn es um die wirtschaftliche und ökologische Zerspanung dieser schwer bearbeitbaren Werkstoffe geht.
Neues Aerosol-Steuergerät erzeugt Mikro-Schmierpartikel
Grundlage für dieses Mehr an Produktivität durch ATS ist der Aerosol Master 4000. Das Aeorosol-Steuergerät erzeugt sehr feines Aerosol mit Schmierpartikeln im Mikrobereich und führt es unter konstanter Regelung dem Bearbeitungsprozess intern per Kühlkanal oder extern über eine Sprühdüse zu. Dies geschieht in ständiger Kommunikation mit der Maschinensteuerung. Für Versuchszwecke kann die Ansteuerung auch über ein Handbediengerät erfolgen.
Feste Parametersätze decken die meisten Bearbeitungsprozesse ab. Zusätzlich kann der Maschinenbediener die Aerosol-Parameter manuell für Sonderanwendungen einstellen.
Aerosol-Schmierung lässt sich auf allen Bearbeitungszentren einsetzen
Während der Zerspanung wird der Aerosolnebel abhängig vom Bearbeitungsprozess eingestellt. Dabei entkoppelt das Steuergerät weitestgehend die Aerosolerzeugung von der Transportluft und regelt den Differenzdruck, sodass kontinuierlich und gleichmäßig Aerosol in der genau definierten Zusammensetzung erzeugt wird. Damit gehören Probleme wie systembedingte, unerwünschte Druckschwankungen am Werkzeug und nachlassende Aerosol-Qualitäten der Vergangenheit an.
Die neue Schmiertechnik lässt sich auf allen Bearbeitungs- sowie Dreh- und Fräszentren einsetzen. Auch für Mehrspindelköpfe und für schwierige Bereiche wie Tieflochbohren sowie Bearbeitungen mit inneren Kühlkanälen unter 0,5 mm ist ATS geeignet. Im Gegensatz etwa zur MMS mit bis zu 150 ml Schmierstoffverbrauch pro Stunde reichen bei der Aerosol-Trockenschmierung je nach Applikation nur 3 bis 25 ml.
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