Klimatechnik Mit antimikrobiellen Dichtungen für eine gesunde Raumluft sorgen

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Antimikrobielle Schaumdichtungen auf Polyurethanbasis profitieren von den geforderten Maßnahmen zur Steigerung der Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen. Sie halten Luftführungskanäle dicht und verhindern, dass sich Bakterien und Pilze auf den Dichtungen festsetzen. Tests bestätigen die Eignung.

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Bild 1: Für den leckagefreien Sitz des Luftfilters in RLT-Anlagen ist die Abdichtung verantwortlich. Im Rahmen technischer und hygienischer Kontrollen werden Sitz und Dichtung regelmäßig überprüft.
Bild 1: Für den leckagefreien Sitz des Luftfilters in RLT-Anlagen ist die Abdichtung verantwortlich. Im Rahmen technischer und hygienischer Kontrollen werden Sitz und Dichtung regelmäßig überprüft.
(Bild: Sonderhoff)

Seit März 2012 ist die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes in Kraft. Die Bundesländer sind dazu verpflichtet, die Änderungen zur Verbesserung der Hygiene in medizinischen Räumen umzusetzen [1]. Das hat Auswirkungen über den medizinischen Bereich hinaus. So sind die Anforderungen in der Lüftungs- und Klimatechnik an die in raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) einzubauenden Dichtungen noch spezifischer geworden. Das gilt vor allem für das Abdichten und Verkleben von Luftfiltern in RLT-Anlagen und Geräten nach VDI 6022 [2].

Schaumdichtungen entsprechen verschärften Anforderungen

Das hat die Sonderhoff-Unternehmensgruppe, Köln – Systemlieferant für polymere Flüssigdichtungen und Spezialist für Misch- und Dosiertechnik – veranlasst, sich mit diesem Thema erneut intensiv auseinanderzusetzen. Seit mehreren Jahren hat die Sonderhoff Chemicals GmbH antimikrobielle Schaumdichtungen im Programm. Seitdem wurden die Dichtungssysteme kontinuierlich weiterentwickelt. Heute sorgen spezielle Additive in der Dichtungsrezeptur für den Schutz vor gesundheitsschädlichen Mikroorganismen, die sich bei ungünstigem Raumklima auf den Dichtungen festsetzen können (Bild 1).

Ergebnis: Sonderhoff stellt eine verstärkte Nachfrage nach antimikrobiellen Dichtungssystemen zum Schutz vor Bakterien und Schimmelpilzen fest. Nach Einschätzung des Polyurethansystemlieferanten lässt die Umsetzung der geforderten Maßnahmen zur Hygieneverbesserung den Bedarf an Lüftungs- und Klimaanlagen steigen, die eine nachhaltige Sicherheit gegen Krankheitserreger bieten. Das sei eine unmittelbare Folge der in den vergangenen Jahren durch Bakterien ausgelösten Epidemien.

Vorteile der Dichtungen bleiben trotz modifizierter Rezeptur erhalten

Es ist bekannt, dass feuchtwarmes Klima, das beim Austausch von zu- und abgeführter Luft in Lüftungs- und Klimaanlagen vorherrscht, bakterielles Wachstum begünstigt. Mit steigenden Temperaturen nimmt die Konzentration der Mikroorganismen zu, ferner entwickeln die Pilzsporen eine höhere Vitalität. Ein feuchtwarmes Klima ist „ein guter Nährboden“ für Krankheitskeime und -erreger (Bild 2 – siehe Bildergalerie), die bei Menschen Infektionen auslösen können. Der Markt für raumlufttechnische Anlagen verlangt deshalb spezielle Dichtungen, auf deren Oberfläche Mikroorganismen wie Schimmel- und Pilzsporen gar nicht erst entstehen.

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