Iscar Mit innovativen Werkzeugen weltweit die Nr. 2
Tefen/Israel (rk) – Im Ringen um Marktanteile setzt Iscar auf schwergewichtige Neuheiten. Mit der aktuellen Produktlinie Sumo, die kürzlich auf der EMO in Hannover Weltpremiere feierte, will man weiter auf Erfolgskurs bleiben.
Anbieter zum Thema
„Wir bringen jedes Jahr rund 2000 neue Produkte auf den Markt und erzielen über 70% unseres Umsatzes mit patentierten Werkzeugen“, betonte Jacob Harpaz, President und CEO der IMC Group, zu der außer Iscar beispielsweise auch Ingersoll und Taegutec gehören. „Forschung und Entwicklung treiben unser Wachstum voran, das hauptsächlich von neuen Produkten kommt“, erklärte Harpaz. Jährlich werden zwischen 6 und 8% des Umsatzes in diesen Bereich investiert.
1952 von Stef Wertheimer gegründet, war Iscar lange Zeit nur ein Nischenanbieter und bis 1972 lagen die jährlichen Erlöse unter 1 Mio. US-Dollar. „Heute sind wir Komplettanbieter und können alle Industriezweige mit den passenden Werkzeugen bedienen“, so Harpaz. Entsprechend ging es auch mit dem Umsatz aufwärts, der inzwischen bei rund 1,5 Mrd. US-Dollar liegt. „Wir wachsen jedes Jahr zweistellig“, sieht er die IMC Group derzeit als Nummer zwei am Weltmarkt für Zerspanungswerkzeuge. Und in diesem Wachstumstempo soll es weiter gehen, „denn wir wollen keine Marktanteile verlieren.“
Für die Zukunft erwartet der Firmenchef weltweit einen weiter steigenden Absatz von Zerspanungswerkzeugen. Die Gründe dafür sieht er sowohl im steigenden Bedarf in der Automobil- und Luftfahrtindustrie als auch im Boom in Osteuropa, Indien und vor allem China. Aber auch auf der technischen Seite würden die Herausforderungen durch hochfeste Werkstoffe sowie die Trocken- und Hartbearbeitung für eine zunehmende Nachfrage sorgen. Einen besonders gro-ßen Bedarf erwartet Harpaz bei PKD-Werkzeugen. „Hier hat sich der Markt zwischen 2002 und 2007 bereits verdoppelt.“
Die Philosophie des Unternehmens sei es, Kostenreduzierungen für den Kunden zu erzielen. „Wir sind dafür verantwortlich, dass die Spindel der Maschine nie stillsteht“, brachte der Iscar-Geschäftsführer das Ziel plakativ zum Ausdruck. Deshalb gehe es auch nicht darum, die Werkzeugpreise zu senken, die nur 3% der Produktionskosten ausmachten, sondern die Produktivität zu erhöhen. Durch Steigerung der Schnittgeschwindigkeit und Verbesserung des Prozesses ließen sich hingegen 15% der Gesamtkosten reduzieren. „Und daran arbeiten wir mit neuen Werkzeugkonzepten.“
(ID:233000)