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Smart Sensoring

Mit intelligenten Wälzlagerlösungen vom Produkt zur Dienstleistung

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Den Anstieg von Partikeln oder Verunreinigungen in Ölkreisläufen zum Beispiel von Industriegetrieben überwacht der FAG Wear Debris Check und bewertet diese nach Material und Größe. Auch diese Sensorik ist leicht in Überwachungs- und Steuerungssysteme integrierbar. In Kombination mit der Schwingungsanalyse ist sogar eine genaue Bestimmung der fehlerhaften Bauteile innerhalb des Getriebes möglich. Die Abfrage der Lieferzeiten, Bestellung der Ersatzteile und die Erstellung der Reparaturpläne können so automatisiert werden.

Sensortechnologien für Industrie 4.0

Mit einer neuen Sensortechnologie von Schaeffler können die Materialspannungen in Antriebswellen unmittelbar gemessen und in ein präzises Drehmomentsignal umgerechnet werden. Drehmomente werden in vielen Maschinen von der Steuerung als Sollwert dem Motor rechnerisch und elektrisch vorgegeben. Drehmomentsensoren sind präziser und können genau dort platziert werden, wo auch ein bestimmtes Drehmoment gemessen werden und anliegen soll. Temperatureinflüsse in Hydrauliken oder Reibung in zwischengeschalteten Getrieben spielen dann keine Rolle mehr. Erste Anwendungen der Drehmomentsensortechnologie finden sich bereits in der Landtechnik. Die Sensoren erlauben zusätzlich zum Drehmoment die Messung der Drehzahl und somit die Berechnung der übertragenen Leistung. Drehmoment, Drehzahl und Leistung sind permanent überwachbar. Aus diesen Daten sind die Belastungshistorie der Lagerungen und des gesamten Antriebsstranges ermittelbar und erlauben weitere Aussagen z. B. über die Restlebensdauer.

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Dank Entwicklungen wie den Condition-Monitoring-Systemen und Sensortechnologien von Schaeffler werden Maschinen und Produkte zukünftig besser in der Lage sein, ihren Zustand und damit den Wartungsbedarf „selbst“ zu diagnostizieren. Theoretisch können so Maschinenauslastung, Prozessgenauigkeit und Verfügbarkeit besser ausbalanciert und gesteigert werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die gewonnenen Daten zu Informationen und konkreten Maßnahmen verarbeitet werden können. Dies bedingt wiederum, dass das Verhalten von Fertigungsprozessen, von Maschinen und von Produkten, qualitativ und quantitativ vorhergesagt werden kann. Eine wichtige Neuerung von Industrie 4.0 werden zudem Geschäftsmodell-Innovationen sein, da die enge Vernetzung den Informationsaustausch zwischen Produzenten, Maschinenherstellern, Betreibern und Instandhaltern zwingend bedingt. Der Informationsaustausch wird dazu führen, dass der Wälzlagerhersteller dem Anlagenbetreiber nicht mehr allein Lagerlösungen anbieten kann, sondern verstärkt auch kunden- und anlagenspezifische Lösungen für Überwachung, Diagnose und Service.

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