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Smart Sensoring

Mit intelligenten Wälzlagerlösungen vom Produkt zur Dienstleistung

| Redakteur: Frauke Finus

Erste Anwendungen der Drehmomentsensortechnologie finden sich bereits in der Landtechnik. Bei der neuesten Düngerstreuer-Generation der Firma Rauch sind FAG-Drehmomentmessmodule direkt in die Antriebsnabe integriert. Sie messen direkt am Prozess berührungslos und präzise die aktuelle Düngerdurchflussmenge. Sogar Blockaden und Verstopfungen an den Dosierschiebern werden erkannt.
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Erste Anwendungen der Drehmomentsensortechnologie finden sich bereits in der Landtechnik. Bei der neuesten Düngerstreuer-Generation der Firma Rauch sind FAG-Drehmomentmessmodule direkt in die Antriebsnabe integriert. Sie messen direkt am Prozess berührungslos und präzise die aktuelle Düngerdurchflussmenge. Sogar Blockaden und Verstopfungen an den Dosierschiebern werden erkannt. (Bild: Schaeffler)

Mit intelligenten Lagerlösungen können wichtige Betriebszustände einer Maschine, einer Anlage oder eines Produkts erfasst und der Steuerung zur Verfügung gestellt werden. Damit spielt Schaeffler als Wälzlagerhersteller mit seinen Produkten eine zentrale Rolle auf dem Weg zu Industrie 4.0.

Da die Lager Führungs- und Positionieraufgaben übernehmen, sowie Kräfte und Bewegungen übertragen, sind viele Veränderungen im Fertigungsprozess oder in Produkten gerade an den Lagern detektierbar. Dazu kommen Veränderungen in den Lagern in Form von Verschleiß und Schmierzustand. Können also neben Condition-Monitoring-Daten (Schmierzustand, Verschleißpartikeln, Temperatur, Schwingungen, Frequenzen) auch Kräfte, Drehmomente und Drehzahlen präzise gemessen werden, so ermöglichen die gewonnenen Daten ein virtuelles und präzises Abbild des Maschinenzustandes, der meisten Prozesse (Prozess Monitoring) aber auch des Produktzustands.

Exponat demonstriert intelligente Wartung

Wie es aussehen kann, wenn eine Maschine mittels eigener Software mit dem Instandhalter kommuniziert, hat Schaeffler auf der Hannover Messe 2015 mithilfe eines innovativen, neuen Exponats gezeigt: Ein E-Motor, der von einem Sensorlager, einem FAG Smart Check und einem FAG Grease Check überwacht wird, liefert Kennwerte (Drehzahl, Temperatur, Schwingung, Zustand Schmierfett) an die Steuerung. Diese vergleicht Ist- und Soll-Werte, und leitet bei Fehlermeldungen entsprechende Wartungsaktionen ein, zum Beispiel einen Impuls an den Schmierstoffgeber FAG Concept2. Tritt keine Verbesserung der Kennwerte ein, schließt die Steuerung auf weitere Fehlerquellen und sendet eine SMS an den Instandhalter oder leitet einen Serviceauftrag ein.

Condition Monitoring als Voraussetzung für vorausschauende Instandhaltung

Mit dem FAG Smart Check bietet Schaeffler ein Online-System, das unter Berücksichtigung von Zusatzparametern, wie beispielsweise dem Drehmoment, umfassende Aussagen zum Zustand der Maschinenkomponenten liefert. Das Gerät ist in die Maschinensteuerung und damit in die Überwachung des Prozesses integriert. Der Sensor des FAG Grease Check überprüft permanent den Fettzustand und schlägt Alarm, sobald kritische Veränderungen auftreten. Das ermöglicht neben der Umstellung von der zeit- auf die bedarfsgesteuerte Schmierung vor allem ein Eingreifen, bevor eine Schädigung des Wälzlagers aufgrund mangelhafter Schmierung entsteht.

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