Laserschmelzen

Mit Laserschmelzen Serienteile aus Metallpulver herstellen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Allerdings ist das SLM-Verfahren noch nicht für jeden Turbinenwerkstoff geeignet. Mit schwer zu zerpanenden Legierungen wie Inconel 718 – einer Nickelbasis-Superlegierung – und Titan-Werkstoffen wurden dennoch nach Angaben des Instituts bereits sehr gute Ergebnisse erzielt. Dagegen sei man bei rissempfindlichen Werkstoffen noch nicht ganz so weit. Bei diesen Legierungen wird derzeit erprobt, wie sich eventuell entstandene Risse nachträglich in einem Schmelz- oder Pressverfahren verschließen lassen. Besser sei es natürlich, die Bildung von Rissen ganz zu vermeiden.

Produktivität des Verfahrens muss weiter gesteigert werden

Deshalb wird am Institut mit unterschiedlichen Parametern des SLM-Verfahrens experimentiert: Man variiert die Laserleistung, Strahlgeometrie und Aufbaustrategie. Es laufen Tests, wie sich eine Vorwärmung der Bauplattform auf die Bauteilqualität auswirkt. Außerdem muss die Produktivität des Verfahrens weiter gesteigert werden: Bei einer Schichtdicke von 30 bis 100 µm dauert die Fertigung größerer Teile noch recht lange.

Eine Kombination aus größerem Strahldurchmesser zur Erzeugung großer Flächen sowie kleinem Durchmesser für engere Konturen könne eine Verbesserung um den Faktor zehn hinsichtlich der Schnelligkeit bewirken, so ILT-Wissenschaftler Dr. Konrad Wissenbach, der das 7,5 Mio Euro schwere EU-Projekt mit dem Kürzel Fantasia koordiniert: flexible and near-net-shaped generative manufacturing chains and repair techniques for complex shaped aero engine parts. Das Projekt geht in Kürze zu Ende.

(ID:346329)