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Messung von Drehzahl, Drehmoment, Vibration und Temperatur
Die Messtechnik der Siemens-Entwickler soll mit bis zu 3300 Messungen pro Sekunde Drehzahl und Drehmoment sowie Vibrationen und Temperatur erfassen können. Aus der Rotationsgeschwindigkeit (Drehzahl) und der Kraft, die auf die Komponenten wirkt (Drehmoment), ergibt sich die anliegende Last. Für Überlasten wird zusätzlich der Zeitpunkt abgelegt, um die Messung nachträglich validieren zu können.
Sobald genügend Daten vorhanden sind, wird berechnet, welche Last über die Betriebsdauer am Getriebe anliegt und wie deren Höhe über die Zeit wechselt. Je nach Anwendung soll das bereits nach wenigen Monaten, spätestens jedoch nach einem Jahr der Fall sein. Mithilfe von Hochrechnungsmethoden aus der Automobilindustrie lasse sich von den Daten auf zehn und mehr Betriebsjahre schließen.
Messtechnik erstmals für Serienprodukte verfügbar
Von den Messungen sollen vor allem diejenigen Betriebe profitieren, die Getriebe in großen Stückzahlen (beispielsweise für Förderbänder) oder mehrmals in der gleichen Anwendung, wie in Kranflotten, einsetzen. Siemens ist nach eigener Aussage der einzige Anbieter dieser Technik für Serienprodukte. Erstmals werde das Getriebe in den Datenstrom des Antriebsstrangs oder der digitalen Anlage eingebunden. Anwender erhielten jederzeit Informationen über den Betriebszustand ihrer Anlage. So zeigen die Messungen beispielsweise auf, mit welchen Anteilen Überlasten oder auch Leerläufe auftreten, wobei ungewöhnliche Lastprofile auf Fehler in der Anlage hinweisen.
Nach Absprache mit den Anwendern bestünde laut Siemens außerdem die Möglichkeit, die Betriebsdaten aller in einer Branche beziehungsweise Anwendung eingesetzten Getriebe zusammenzuführen und auszuwerten. So ließen sich Muster erkennen, die weitere Hinweise zur Optimierung der Getriebe oder ihres Betriebs liefern.
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