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Die Verbindungselemente halten auch Langzeittests stand. Bei diesen Untersuchungen wurden die Federstahlschuppen der Kompaktvariante einem starken Spanflug ausgesetzt. Die Späne hatten dabei ein Gewicht bis 2 g und eine Spangeschwindigkeit bis 150 m/min. Die positiven Ergebnisse betrafen die Lebensdauer, den Verschleiß und die Kosten.
Verformung der Metallschuppen trotz Dauerbeschuss nicht zu erwarten
Möller Werke hat die Stahlflex-Abdeckungen bislang für Fräsmaschinen und Fräszentren konzipiert. Kennzeichnend für diese Maschinen sind die hohe Achsdynamik und -geschwindigkeit. In der Regel werden kleine bis mittelgroße Späne erzeugt. Aufgrund der Maschinenanwendungen im HSC-Bereich können die Spanmengen sehr beträchtlich sein. Die begrenzte Spangröße und -masse hält die Belastung der Federstahlschuppen jedoch in Grenzen. Daraus resultiert, dass bei Dauerbeschuss mit Spänen keine dauerhafte Verformung der Metallschuppen während des Fräsens zu befürchten ist.
Anders ist es bei Bearbeitungsprozessen wie dem Drehen, die wesentlich größere Späne erzeugen. Drehspäne können durchaus zu einer Verformung der Federstahlschuppen führen. Üblicherweise haben Federstahlschuppen eine Dicke von 0,3 bis 0,5 mm. Sie sind für Drehprozesse nur bedingt geeignet. Erst ab einer Schuppendicke von 1 mm werden ausreichend gute Ergebnisse beim Beschuss mit Drehspänen erzielt. Das ergaben Untersuchungen. Das Plus an Dicke und Masse darf jedoch den Bewegungsablauf der Abdeckung nicht beeinträchtigen, auch nicht deren Dämpfungsverhalten.
Maschinenspezifische Kompensationder erhöhten Eigenmasse
Verschlechtert sich das Bewegungsverhalten von Achsabdeckungen, schlägt sich das negativ auf die Belastung für die Maschine bei Bewegung der Achsen und damit auf das Bearbeitungsergebnis nieder. Um die negative Wirkung der erhöhten Eigenmasse zu kompensieren, hat Möller Werke verschiedene Lösungsansätze geprüft und erprobt. Schließlich zeigte es sich, dass der Kompensationseffekt vom Bewegungsprofil der jeweiligen Maschine abhängig ist. Bei der Variante Stahlflex plus richten sich die Dämpfungs- und Verbindungselemente nach der Beschleunigung und der Geschwindigkeit der einzelnen Maschinenachsen (Bild 2).
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