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Rittal

Mit Monitoring-Software IT-Ausfallrisiken reduzieren

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Neue Organisationsstrukturen wagen

Betriebskonzepte und Zuständigkeiten sind häufig historisch gewachsen. Mit Einführung einer neuen DCIM-Lösung sollten IT-Leiter die bestehenden Strukturen hinterfragen. Durch eine Neuorganisation der Zuständigkeiten lassen sich Kostenstellen sinnvoller zuordnen oder eine Alarmierung praxisgerechter realisieren, wenn zum Beispiel die Gebäudesicherheit direkt in die Alarmkette einbezogen wird.

Kleine Lösung prüfen

DCIM-Lösungen sind für die Überwachung kompletter Rechenzentren ausgelegt und bieten deshalb einen breiten Funktionsumfang. Wer nur einige wenige Serverschränke betreibt, kommt oftmals auch mit der Software aus, die von dem jeweiligen Rack-Hersteller angeboten wird. Rittal liefert beispielsweise mit der Lösung Rizone eine modular aufgebaute DCIM-Anwendung, die auch in kleinen Umgebungen sinnvoll einsetzbar und schnell implementierbar ist, bei Bedarf aber auch komplexe Infrastrukturen überwacht.

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Den Sicherheitsbedarf präzisieren

Eine initiale Bestandsaufnahme hilft dabei, den IT-Sicherheitsbedarf im eigenen Haus zu ermitteln. Zentrale Fragen sind beispielsweise: Welche IT-Systeme sind geschäftskritisch und deshalb besonders wichtig? Welche administrativen Aufgaben müssen an den IT-Systemen permanent ausgeführt werden? Steht ständig IT-Fachpersonal zur Verfügung? Gibt es nur einen IT-Standort oder existieren mehrere? Anhand dieser und weiterer Fragen können Techniker im ersten Schritt den Sicherheitsbedarf einschätzen und daraus ein Konzept für das Monitoring ableiten. Die Systeme sollten mindestens auf Temperatur, Energieversorgung, Zugangssicherheit und Brandschutz überwacht werden. Laufen bei einem älteren Gebäude Wasser- und Heizungsrohre durch den gleichen Raum, in dem Serverschränke stehen, ist ein Feuchtigkeitsmelder eine sinnvolle Investition.

Die Komponenten zur Klimatisierung sowie zur Stromabsicherung und -verteilung kommunizieren über gängige Netzwerkprotokolle mit der Managementsoftware. Ergänzend lassen sich Sensoren für zahlreiche Betriebsparameter wie Feuchte, Stromaufnahme, Öffnungsstatus der Schranktüren und Temperatur an die Konsole anbinden. Über standardisierte Schnittstellen beispielsweise zu Bacnet, ein Netzwerkprotokoll für die Gebäudesicherheit, kann die Software auch das Facility-Management mit anbinden. Aus dem Gesamtbild der Daten lässt sich ein sehr genaues Abbild zum aktuellen Status der IT-Systeme sowie der zugehörigen Infrastruktur erstellen.

Mehr Kostentransparenz erreichen

Mit einer DCIM-Anwendung ist es möglich, die Kosten im Rechenzentrum zu optimieren und transparenter aufzuschlüsseln. Dies ist hilfreich, wenn die IT und das Facility-Management am Betrieb der IT-Umgebung gleichermaßen beteiligt sind. Klare Kennzahlen, Trends und eine verbraucherorientierte Abrechnung helfen der IT-Organisation dabei, sich wirtschaftlich rentabel aufzustellen und Kosten gewerkeübergreifend abzugrenzen.

Wer die IT-Betriebskosten optimieren möchte, muss dafür zunächst den exakten Stromverbrauch bestimmen. Grundlage für ein effektives Energiemanagement sind Werte dazu, wie viel Strom die Server und Netzwerkkomponenten verbrauchen. Power Distribution Units (PDUs) mit Messfunktion geben detaillierten Aufschluss über den Stromverbrauch innerhalb der IT-Schränke. Wer nur wenige Serverschränke betreibt, kann diese Werte natürlich auch über das Facility-Management ermitteln lassen, beispielsweise mit einem herkömmlichen Stromzähler.

Stört DCIM den laufenden IT-Betrieb?

Häufig sind Verantwortliche verunsichert, ob die DCIM-Anwendung den laufenden IT-Betrieb beeinflussen kann. Die Anbieter professioneller DCIM-Plattformen haben ihre Lösungen jedoch schon auf einen störungsfreien Betrieb hin optimiert, sodass die zu überwachende IT-Infrastruktur nicht ausgebremst wird. Beispielsweise läuft die DCIM-Software Rizone von Rittal auf einem für diesen Zweck eingerichteten Windows-Server und hat somit ausreichend eigene Ressourcen zur Verfügung.

Mit Sicherheit abschließen

Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DS­GVO) sowie Basel II verpflichten Unternehmen, bestimmte Standards rund um die Daten- und IT-Sicherheit einzuhalten. Dazu gehört eine Protokollierung, welche Personen zu welchem Zeitpunkt Zugriff auf die IT-Systeme hatten. Eine Monitoring-Lösung muss also auch erfassen, wann die Tür zu einem Serverschrank geöffnet wurde. Dies ist besonders dann wichtig, wenn die IT-Racks nur in einem einfach gesicherten Technikraum oder sogar in einem Druckerraum stehen. Für mehr Sicherheit sorgt ein elektrischer Griff in Kombination mit einem Lesegerät: Damit lässt sich auch der Zugriff mehrerer Personen detailliert und automatisiert protokollieren.

Mehr als Monitoring

Mit DCIM wird IT-Leitern die Transformation des Rechenzentrums hin zu einer Art IT-Fabrik mit vollautomatischen Abläufen erleichtert. Wurden früher die IT-Komponenten noch manuell gewartet, konfiguriert und überwacht, soll das ideale Rechenzentrum heute weitgehend autonom arbeiten. Die für unterschiedliche Workloads benötigten IT-Ressourcen stellt die IT-Infrastruktur bedarfsgerecht zur Verfügung und sie berechnet die verbrauchte Leistung nach dem Verursacherprinzip. So werden die Kosten über alle am IT-Betrieb Beteiligten verteilt und jede Stelle kennt ihre Verantwortung. DCIM hilft hier insbesondere dabei, die Energieversorgung und Klimatisierung aufseiten der Infrastruktur abzusichern, die physische Sicherheit rund um die IT-Racks zu überwachen und eine Brücke zwischen der Infrastruktur und den aktiven IT-Komponenten zu schlagen. Der damit erreichbare, hohe Grad an Automatisierung gibt IT-Experten mehr Freiräume für die strategische Weiterentwicklung des Rechenzentrums.

* Christian Abels ist Referent Produktkommunikation bei der Rittal GmbH & Co. KG in 35745 Herborn, Tel. (0 27 72) 5 05-13 28, info@rittal.de

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