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Rittal

Mit Monitoring-Software IT-Ausfallrisiken reduzieren

| Autor / Redakteur: Christian Abels / Reinhold Schäfer

Hauptaufgabe einer DCIM-Software ist die Echtzeit-Überwachung der physischen Infrastruktur eines Rechenzentrums mittels einer entsprechenden Sensorik. In gebündelter Form stehen die ermittelten Daten dem Administrator zur Verfügung.
Hauptaufgabe einer DCIM-Software ist die Echtzeit-Überwachung der physischen Infrastruktur eines Rechenzentrums mittels einer entsprechenden Sensorik. In gebündelter Form stehen die ermittelten Daten dem Administrator zur Verfügung. (Bild: Rittal)

Für Unternehmen, die ihre IT-Systeme überwachen möchten, dafür aber keine eigenen IT-Experten haben, ist eine Monitoring-Software eine clevere Lösung. Diese überwacht automatisiert die Infrastruktur rund um das Rechenzentrum.

Auf einen Blick

  • IT-Manager sollten schon im Vorfeld der konkreten Planung des Monitorings darauf achten, die Komplexität der Überwachungslösung zu verringern.
  • Unternehmen benötigen zusätzlich zur Software ein umfassendes Konzept, das alle benötigten Abteilungen und Mitarbeiter in die Überwachung einbindet.

Wurden früher die IT-Komponenten noch manuell gewartet, konfiguriert und überwacht, soll das ideale Rechenzentrum heute weitgehend autonom arbeiten.Immer mehr Unternehmen sind heute auf dauerhaft verfügbare IT-Systeme angewiesen. Ein Ausfall der IT kostet schließlich Geld und Vertrauen. In Deutschland verzeichneten Unternehmen im Jahr 2018 eine IT-Ausfallzeit von durchschnittlich 22 Stunden mit geschätzten Kosten von 675.000 Euro. Bei einem Datenverlust wurde ein wirtschaftlicher Gesamtschaden von rund einer Mio. Euro angegeben, so die Aussagen aus dem Global Data Protection Index von Dell. Hinzu kommt der Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern. Diese Zahlen belegen, wie wichtig eine permanente und vorausschauende Kontrolle der eigenen IT-Landschaft ist. Software-Tools für das Datacenter Infrastructure Management (DCIM) gehören deshalb zu einer wichtigen Ausstattung in jeder IT-Umgebung. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist DCIM ein ideales Werkzeug, um die Ausfallsicherheit der IT-Umgebung zu verbessern. Eine Monitoring-Lösung sollte die Serverschränke, die Stromversorgung und die Klimatisierung kontinuierlich auf eventuelle Probleme überwachen und das Technikpersonal sowie die Gebäudesicherheit frühzeitig informieren.

So gelingt der Start

Wichtig ist zu Beginn, dass IT-Manager schon im Vorfeld der konkreten Planung des Monitorings darauf achten, die Komplexität der Überwachungslösung zu verringern. Anstatt alle verfügbaren Funktionen der DCIM-Software auszureizen, empfiehlt es sich, sich auf zentrale Kennzahlen rund um das Energiemanagement, die Verfügbarkeit und sicherheitsrelevante Parameter zu konzentrieren. Eine Ausweitung der DCIM-Unterstützung in Richtung Überwachung von ITIL-orientierten Prozessen (IT Infrastructure Library) wird jede mittelständisch orientierte IT überfordern. Deshalb sollte das Projekt in mehrere abgeschlossene Teilprojekte aufgeteilt werden, um so die DCIM-Software schrittweise über unterschiedliche Infrastrukturkomponenten hinweg einzuführen.

Ein wichtiger Faktor zur Erhöhung der Ausfallsicherheit ist das Monitoring der kompletten Strom­einspeisung bis hin zum Server. Fällt eine Komponente in der Stromversorgungskette aus, so sind die Server ohne Strom. Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) beispielsweise müssen nicht nur bei einem Ausfall einspringen, sondern auch den Primär- vom Sekundärkreis trennen und so alle Netzstörungen herausfiltern. Die Überwachung der USV ist demnach zwingend notwendig. Auch sollte die Kühlung von der Erzeugung über die Verteilung bis zum Abführen der Wärme stets kontrolliert werden. Denn ohne eine funktionierende Kühlung kommt es zur Überhitzung der Geräte.

Darüber hinaus ist es mit der Software alleine nicht getan: Unternehmen benötigen ein umfassendes Konzept, das alle für einen unterbrechungsfreien IT-Betrieb benötigten Abteilungen und Mitarbeiter in die Überwachung einbindet. Das sind neben der IT-Abteilung unter anderem das Facility-Management, eventuell die Gebäudesicherheit und je nach Verfügbarkeitsanforderung und Branche auch fachliche Mitarbeiter aus dem Onlineverkauf und der Produktion.

Die Einrichtung eines gewerkeübergreifenden DCIM-Monitorings ist heute mit überschaubarem Aufwand realisierbar. Die Anbieter liefern universell nutzbare Treiber zur Integration von Fremdgeräten, beispielsweise aus der Haustechnik. Flexibel konfigurierbare Protokollkonverter leiten die gewünschten Messwerte dann an den IT-Leitstand weiter, wo das Monitoring vereinheitlicht dargestellt wird.

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