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Detaillierte Analyse zeigt Potenziale
Der Service beinhaltet die Vorbereitung und Durchführung der Messungen in Kombination mit einer kompetenten und zielgerichteten Beratung. Das Ergebnis ist dabei abhängig von der jeweiligen Maschine, von deren Zustand sowie von der Aufgabenstellung. Genaue Einsparpotenziale können deshalb nicht vorab und nicht ohne eine detaillierte Analyse beziffert werden. Nach einer hausinternen Auswertung erhält der Kunde innerhalb weniger Tage ein Angebot mit einer Prognose zur erreichbaren Produktivitätssteigerung und der dazu notwendigen Investition zugesandt. Nach einer positiven Wirtschaftlichkeitsberechnung des Kunden erfolgt eine detaillierte Aufnahme des aktuellen Zustands mit kompletter Datensicherung.
Anschließend wird das ermittelte Optimierungspotenzial Schritt für Schritt durch Änderungen an den entsprechenden Stellen umgesetzt. Grundsätzlich wird dabei die laufende Produktion so wenig wie irgend möglich gestört. In vielen Fällen wurde die Analyse einschließlich der Optimierung innerhalb eines Tages abgeschlossen. Es werden nur die Nebenzeiten optimiert, wodurch Produktivitätssteigerungen von typischerweise 5 bis 20 % entstehen. „Mit dem Emag-M-Tuning bieten wir unseren Kunden eine einfache, aber äußerst effektive Methode zur Prozessoptimierung an. Dies wird vor allem durch die fortlaufenden Verbesserungen in den Bereichen Software und Steuerungstechnik unserer Experten hier im Haus ermöglicht. Die Kombination aus Prozess-Know-how und Softwareoptimierung führt letztendlich zu nachhaltigen Optimierungsprozessen und damit zu sinkenden Kosten, und das auch noch Jahre nach der Anschaffung einer Maschine“, erklärt Bernhard Ihring, Leiter Service Emag Salach GmbH.
Von der Ebene der gesamten Prozesskette über die Maschinenebene finden sich Opex-Ansätze bereits in der Materialebene. Der Verbrauch der Metall verarbeitenden Industrie hat mit knapp 59 % an den Verbrauchskosten für Material den größten Anteil des gesamten verarbeitenden Gewerbes. Die Kosten für den Energieverbrauch machen 41 % des gesamten verarbeitenden Gewerbes aus. Einer Umfrage des VDI-Zentrums Ressourceneffizienz zufolge sagen neun von zehn Unternehmen der Metallerzeugung und -herstellung, dass die Effizienzpotenziale in ihrer Branche nicht ausgeschöpft sind. Unternehmen, die die Ressourceneffizienz in ihrem Betrieb analysieren wollen, erhalten ab sofort Hilfe bei der Recherche. Eine neue Liste aller aktuell verfügbaren Tools sorgt auf der Onlineplattform www.ressource-deutschland.de für den nötigen Überblick über das große Informationsangebot zum Thema Ressourceneffizienz. Die Übersicht des VDI-Zentrums Ressourceneffizienz basiert auf den Hinweisen, die in der Richtlinie VDI 4801 „Ressourceneffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)“ erarbeitet wurden.
Verschiedene Filteroptionen nach Themenbereich, Kategorie und gegebenenfalls Kosten erleichtern den Unternehmen die Suche nach dem für sie geeigneten Tool. Die Übersichtsliste umfasst unter anderem Checklisten und Datenbanken zur quantitativen und qualitativen Prozessanalyse oder zu Bewertungsmethoden. Damit können Betriebe ihre eigene Material- und Energieeffizienz bewerten. Ebenfalls enthalten ist eine Auflistung von Tools zur Erarbeitung konkreter Maßnahmen für die Prozessoptimierung.
Transparenz von Informationen
Vergleichbar mit Industrie 4.0 stehen bei Opex ebenfalls Daten und deren Analyse im Mittelpunkt. „Opex hat oft den Beigeschmack von Leute entlassen, dabei zielen die meisten Projekte auf die Reduktion von unnötigen Verlusten sowie eine Verbesserung bestehender Abläufe. Die größte Herausforderung in fast allen Projekten ist übrigens die Verfügbarkeit und Transparenz von Informationen, auf denen die Analysen aufbauen“, so Permin weiter. Und dann führt er an: „Viel Potenzial steckt unserer Meinung nach in der Digitalisierung der Produktion und angrenzender Bereiche. Hier werden viele Informationen gespeichert. Diese in einem nächsten Schritt richtig zu verknüpfen und zu Wissen zu machen, wird uns in den nächsten Jahren stark beschäftigen.“ Kwanka sieht ähnlich, dass es ohne Zweifel wichtig sei, die Vernetzung der realen mit der digitalen Welt voranzubringen, Losgrößen zu reduzieren und Fertigungen zu automatisieren und mahnt zur Aufmerksamkeit: „Dabei darf jedoch der Zerspanungsprozess an der Werkzeugmaschine nicht vernachlässigt werden oder so weit automatisiert werden, dass Prozesse nicht mehr beherrscht werden können. Die Beherrschbarkeit der Technik muss gewährleistet sein.“ MM
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