Fortschrittskontrolle in der Fertigung Mit RFID und E-Class zu transparenteren und flexibleren Produktionsprozessen
Um international erfolgreich agieren zu können, sah sich der sächsische Sicherungshersteller Groh gezwungen seine Produktionsprozesse flexibler und effizienter und zu gestalten. Erreicht wurde das durch Einführung von RFID in der Fertigung sowie die Klassifikation der Produktdaten nach E-Class.
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Die Groh GmbH mit Sitz in Pausa wurde 1921 gegründet und stellt elektronische Sicherungen für Haushalt, Industrie und in Sonderserien her. Der Familienbetrieb mit Sitz im Vogtland wurde in DDR-Zeiten enteignet und erst nach der Wiedervereinigung an die Eigentümer rückübertragen.
Um international agieren zu können, benötigt das Unternehmen eine effiziente Produktion und innovative Technologien, um schnell und flexibel am Markt reagieren zu können. Dafür plant das Unternehmen den Einsatz von RFID in seiner Fertigung sowie die Klassifizierung seiner Produktdaten nach E-Class. Durch die Mitgliedschaft im ZVEI hat das Unternehmen Vorkenntnisse im Bereich der E-Class-Klassifizierung. Von ersten Kunden wurden bereits Anfragen bzgl. E-Class an das Unternehmen gestellt.
Das Prozeus-Projekt
Das Anfang 2008 gestartete Projekt im Rahmen der Initiative Prozeus sieht die Einführung der RFID-Technologie im Fertigungsprozess vor. Dabei soll RFID in der gesamten Prozesskette vom Wareneingang über Lagerung der unfertigen Erzeugnisse, zur Produktion und Einlagerung der Fertigerzeugnisse, bis zum Warenausgang zum Einsatz kommen. Zu bewerkstelligen ist dies durch die Entwicklung von RFID-Laufkarten.
In das Projekt wird eine E-Class-Klassifizierung integriert, die für eine zukunftssichere Produktkennzeichnung Voraussetzung ist. Um diese Umsetzung optimal zu nutzen, soll eine komplette Anbindung an das vorhandene ERP-System erfolgen.
Groh erwartet von dem Projekt eine Kostenreduzierung durch verringerte Lagerüberbeständen. Eine einzuführende Fertigungsfortschrittskontrolle soll die Fertigungsprozesse flexibiler gestalten. Durch verbesserte Qualitätskontrolle soll ferner der Ausschuss reduziert werden. Insgesamt wird durch größere Transparenz der Fertigungsströme mehr Prozesssicherheit angestrebt.
Artikelfiles und Artikellinks
Datei: Projektverlauf (pdf)
Datei: Abschlussbericht (pdf)
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