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In welchen Anwendungsbereichen und Branchen gibt es bereits eine Zusammenarbeit zwischen Grenzebach und Kuka und wo soll diese zukünftig intensiviert oder erweitert werden?
Minning: Grenzebach ist spezialisiert auf Anwendungen im Bereich Materialfluss- und Verfahrenstechnik. Dabei setzt Grenzebach seit längerem in verschiedensten Bereichen Roboter ein. So zum Beispiel bei der Stapelung von Produkten aus dem Baustoffsektor, bei der Bearbeitung und Stapelung von Glasscheiben oder bei der Beschickung von Solarpanels in Fertigungsstraßen.
Neben den gerade genannten gibt es weitere attraktive Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Transport und Logistik sowie in der Holzbearbeitung.
Wo sind gemeinsame Produktentwicklungen geplant?
Minning: Nehmen Sie zum Beispiel die Gepäckabfertigung am Flughafen. Gemeinsam können Grenzebach und die Systems-Sparte von Kuka intelligente Zellen für Gepäckabfertigungssysteme entwickeln, die den Prozess weiter automatisieren.
Oder nehmen Sie die Holzindustrie: Zusammen mit der Robotersparte können wir zum Beispiel automatische Fertigungslösungen entwickeln, mit denen Furniere künftig noch effizienter bearbeitet werden können. Weitere Beispiele finden sich in der Glas- und der Solar-Industrie.
Wir gehen davon aus, dass wir durch solche gemeinsamen Produkte bis zum Jahr 2012 Umsatzpotenziale im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erschließen können. Von der gemeinsamen Produktentwicklung werden beide Unternehmen profitieren.
Grenzebach und Kuka betreiben eine gemeinsame Niederlassung in den USA. Sind weitere solche Projekte geplant und welche Regionen haben Sie dabei im Visier?
Minning: Kuka ist Untermieter in unserem Werk in Newnan bei Atlanta (Georgia, USA) und unterstützt uns auf dem amerikanischen Markt bei den Vertriebsaktivitäten im Bereich Glas. Gleichzeitig haben wir somit einen Kuka-Service-Standort im Haus.
In unserem Werk in Shanghai bearbeiten wir derzeit Gussteile für die Kuka-Roboter. Auch für den asiatischen Raum bietet die Zusammenarbeit mit Kuka bessere Möglichkeiten durch gemeinsamen Service für die Glasindustrie.
Seit Ende 2007 hat Grenzebach in der Photovoltaik eine Kooperation mit Reis Robotics. Beeinflusst die Beteiligung an Kuka diese Partnerschaft?
Minning: Die Partnerschaft mit Reis erlaubt uns, bei Großprojekten gemeinsam aufzutreten, und bietet somit unserem Endkunden den Vorteil eines einheitlichen Systemkonzepts. Insbesondere bei größeren Nutzlasten ist Kuka ein Lieferant von Standard-Robotern, die in derartigen Applikationen genutzt werden.
Soll die Kooperation mit Reis langfristig weitergeführt werden und wie sieht Ihre Vorgehensweise bei Photovoltaik-Projekten zukünftig aus?
Minning: Im Bereich Photovoltaik gibt es unterschiedliche, nur zum geringen Teil überlappende Kompetenzen. Wir sehen den Sinn unserer Kooperation darin, diese unterschiedlichen Kernkompetenzen zusammenzuführen und damit einen Mehrwert für unsere gemeinsamen Kunden zu schaffen.
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