Spanntechnik und Greifsysteme

Mit Standards und Intelligenz zum Spezialisten für Greifer

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1945 eröffnet Friedrich Schunk in Lauffen am Neckar eine mechanische Werkstatt. In den ersten Jahren werden dort Präzisions-teile für Audi NSU und Porsche gefertigt. Schunks Kapital war seine Kreativität, seine Fähigkeit, zu unterschiedlichsten Problemen Lösungen zu finden. Beispiele dafür sind die Entwicklung einer Lampenschirm-Lochmaschine oder die Herstellung von Bremstrommeln für den NSU Prinz 4.

Familienunternehmen in der dritten Generation

1966 bekommt Friedrich Schunk Unterstützung aus der eigenen Familie. Der jetzige geschäftsführende Gesellschafter Heinz-Dieter Schunk tritt in das Unternehmen ein und begründet eine Unternehmenstradition, die bis heute anhält. Inzwischen hat Schunk mehr als 2000 Mitarbeiter, ein Netz aus Niederlassungen und Vertriebspartner in über 50 Ländern, eine Exportquote über 60 % und erzielt einen Umsatz von rund 270 Mio. Euro (2012). Trotz dieser Größe ist es aber auch heute noch ein familiengeführtes Unternehmen in der dritten Generation, neben Heinz-Dieter Schunk führen seine Kinder Henrik A. und Kristina I. Schunk das Unternehmen.

Aber zurück zu den Anfängen, denn bis Schunk mit standardisierter Greifertechnik in der Automation Maßstäbe setzen wird, vergeht noch einige Zeit. Davor steht noch, beginnend 1966, der Aufbau des Produktbereiches Spannbacken für Drehfutter, mit dem Schunk sich eine führende Position im Bereich der Werkstückspannung erarbeitet. Wenn das heute wie ein mutiger Schritt in einen neuen Markt aussieht, ist das auch ein etwas verklärter Blick in die Vergangenheit. Obwohl Schunk von Jahr zu Jahr effizienter geworden war und seine Preise weiter gesenkt hatte, vergab NSU seinen Auftrag ins Ausland. Aus der Not geboren, entstand so ein stabiles Standbein. Mehr noch: Bis heute behauptet sich Schunk als Weltmarktführer für Spannbacken.

Ergänzendes zum Thema
Expert Days on Service Robotics
Kommunikationsplattform für den Wachstumsmarkt Servicerobotics

Servicerobotik weiter auf dem Vormarsch: Dies hat der VDMA-Fachverband Robotik und Automation auf der Automatica 2014 bekannt gegeben. Serviceroboter für den professionellen Einsatz, zum Beispiel in Logistik, Medizin, Pflege, Landwirtschaft, Inspektion und Wartung, stehen vor dem Durchbruch, so der VDMA weiter. Nach Analysen des Weltroboterverbandes IFR ist davon auszugehen, dass zwischen 2013 und 2016 weltweit mindestens 95.000 neue professionelle Serviceroboter mit einem Wert von rund 12,3 Mrd. Euro verkauft würden.

Bei Schunk hat man das Thema bereits im Jahr 2008 aufgegriffen. Seitdem finden jährlich die Schunk Expert Days on Service Robotics statt, inzwischen die weltweit führende Kommunikationsplattform für die angewandte Servicerobotik.

In Summe traten dort bereits über 100 Referenten aus aller Welt auf, darunter Steve Cousins, der Präsident und CEO der US-amerikanischen Robotikschmiede Willow Garage, Dr. Claus Risager von Blue Ocean Robotics aus Dänemark, Vertreter von BMW, Audi, Bosch, Kuka, ABB, Siemens, Philips und der Europäischen Kommission sowie zahlreiche deutsche und internationale Forschungsinstitute und Servicerobotik-Start-ups.

In Zusammenhang mit der Servicerobotik ist Schunk sicherlich ein Wegbereiter. Während in den Anfängen der Expert Days noch eher futuristisch anmutende Forschungsprojekte im Mittelpunkt standen, sind es heute ganz konkrete Anwendungen in der Wirtschaft.

Nicht zuletzt die Automatica 2014, auf der die Servicerobotik ein Ausstellungsschwerpunkt war, und das aktuell verabschiedete, milliardenschwere Robotikförderprogramm der EU machen deutlich, welche Pionierarbeit das Unternehmen mit dem Symposium geleistet hat und welche Potenziale in innovativen Robotiklösungen stecken.

1978 wurde dann, strategisch durchdacht, der zweite Produktbereich, die Hydro-Dehnspanntechnik aufgebaut. Das Besondere an dieser Technik ist, dass sie bei nahezu jeder Form der Werkstück- oder Werkzeugspannung einsetzbar ist, sowohl bei der Außen- wie auch bei der Innenspannung. Das standardisierte Hydro-Dehnspannfutter Tendo gilt bis heute als Benchmark und wurde über die Jahre hinweg immer weiter optimiert.

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