Robotik/Bildverarbeitung Mit zuverlässiger Objekterkennung zum sicheren Griff in die Kiste

Autor / Redakteur: Thomas Mattern / Rüdiger Kroh

Durch ein komplexes Zusammenspiel zwischen 3D-Bilderkennungssoftware, Roboter und Steuerung wird der prozesssichere Griff in die Kiste möglich. So können chaotisch angeordnete Werkstücke aus Transportbehältnissen automatisiert entnommen und positioniert werden.

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Bild 1: Für die intelligente Werkstückhandhabung beim Griff in die Kiste benötigt der Roboter eine 3D-Objekterkennung und spezielle Greifer.
Bild 1: Für die intelligente Werkstückhandhabung beim Griff in die Kiste benötigt der Roboter eine 3D-Objekterkennung und spezielle Greifer.
(Bild: Liebherr)

Der Mensch hat es einfach. Er nutzt intuitiv seine Augen, den Tastsinn, seine Arme und die Hände, um Gegenstände zu greifen und zu bewegen – unbewusst gesteuert vom Gehirn. Die Beweglichkeit der Arme und Hände ist mechanisch unerreicht. Daher gilt es als die Königsdisziplin in der Industrieautomation, diesen für uns selbstverständlichen Ablauf zumindest prinzipiell auf ein Roboterhandling zu übertragen.

Um chaotisch ungeordnete Werkstücke aus einem Transportbehälter entnehmen zu können, ist – analog zur körperlichen Koordination des Menschen – ein komplexes Zusammenspiel zwischen Bilderkennungssystem, Software, Roboter und einer ausgefeilten Handlingstrategie erforderlich. Diese intelligente Werkstückentnahme, das automatisierte Entnehmen von ungeordneten Teilen, nennt man Random Bin Picking (Griff in die Kiste).

Geforderte Taktzeiten müssen prozesssicher erreicht werden

Nach der Entnahme geht es dann um das genaue Positionieren in Fertigungslinien sowie in Montagelinien. Die Automatisierung dieses Ablaufs im industriellen Maßstab bietet drei zentrale Vorteile, ohne dass bei der Einbindung in die bestehende Anlage eine Investition in eine zusätzliche Maschine nötig ist:

  • Produktivitätssteigerungen und höheren Output;
  • geringere Belastung des Personals;
  • höhere Reproduzierbarkeit und konstante Qualität.

Ideen und Modelle gibt es in diesem Bereich eine ganze Reihe auf dem Markt – allerdings funktionieren diese meist nur unter Labor- und Testbedingungen. Bislang scheiterten sie an der mangelnden Prozesssicherheit in der Praxis. Liebherr-Automationssysteme hat inzwischen Lösungen für Kunden realisiert, die prozesssicher die geforderten Taktzeiten und die hohen Verfügbarkeiten erzielen.

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