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Pfingstfeiertage erleichtern Reparatur der Druckluftanlage
Die konkreten Planungen mit Aerzen International Rental über die Notversorgung begannen im Februar 2013. Für die Stillsetzung der werkseigenen Druckluftstation im RWE-Brikettwerk Wachtberg wurden die Pfingstfeiertage (19. und 20. Mai 2013) gewählt, weil an diesen Tagen ohnehin ein Fabrikstillstand geplant war, an dem alle Brikettierungen und alle Staubproduktionen ruhten. Obwohl lediglich das Kraftwerk arbeitete, wofür nur ein geringer Druckluftbedarf erforderlich war, wurde die Kapazität der vorübergehenden Ersatzlösung so dimensioniert, dass sie im Ernstfall – genau wie die werkseigene Station – die ganze Fabrik mit Druckluft versorgen konnte.
Diese Entscheidung begründet Zura so: „Einerseits wussten wir nicht, ob die Reparaturarbeiten tatsächlich in dem kurzen Zeitraum erledigen werden konnten. Und bei einer länger als geplanten Abschaltung unserer eigenen zentralen Druckluftstation mussten wir damit rechnen, dass ein Kunde plötzlich einen größeren Bedarf decken will, für den die Produktion dann sofort wieder in vollem Umfang hochgefahren werden muss. Denn unser Geschäft ist ein Tagesgeschäft.“
Zusätzliche Notversorgung mit elektrischem Strom organisiert
Da zusätzlich zu den Verdichtern und Trocknern auch das Schalthaus während der Reparaturphase stillgesetzt werden muste, hat Aerzen International Rental zusätzlich auch eine elektrische Versorgung mit fünf dieselgetriebenen Generatoren realisiert. Außerdem installierte das Unternehmen fünf Treibstoffbehälter für die Energieversorgung der Dieselaggregate. Aus Sicherheitsgründen wurde zusätzlich ein Tanklastzug für die schnelle Neubefüllung der Kraftstoffbehälter auf dem Werksgelände vorgehalten. Das Nachtanken veranlasste RWE.
Außerdem wurde die Hälfte der produzierten Druckluft mit zwei von Aerzen International Rental beigestellten Adsorptionstrocknern getrocknet, die andere Hälfte jedoch nicht aufbereitet. Diese Mischluft wurde dann direkt in den Arbeitsluft- und den Mischluft-Behälter in der zentralen Station und von dort in die zwei Netze eingeleitet. „Für diese Mischluft erreichten wir zwar nicht unseren originalen Drucktaupunkt von –80 °C. Mit diesem Kompromiss konnten wir aber während der kurzen Reparaturphase leben“, erläutert Zura.
Druckluft-Notversorgung innerhalb von fünf Tagen betriebsbereit
Alle Überbrückungskomponenten wurden ab Montag, den 13. Mai, auf Tiefladern angeliefert. Mitarbeiter von Aerzen International Rental stellten sie auf dem Hofgelände in unmittelbarer Nähe zur stillzusetzenden Druckluftstation auf und schlossen sie betriebsfertig an. Die Drucklufterzeuger und Kältetrockner wurden über flexible Schläuche und eine zentrale Sammelleitung über Blindflansche an die zwei Druckluftbehälter der werkseigenen Station und damit an die vorhandenen Betriebsnetze für Arbeits- und Instrumentenluft angeschlossen. Bereits am Donnerstag (16.5.) waren alle Komponenten installiert, sodass die Probeläufe und Abnahmen erfolgen konnten. Am Freitag (17.05.) wurde die Druckluftversorgung umgestellt, indem die eigenen Verdichter Stück für Stück herunter- und gleichzeitig die Aerzener-Leihverdichter hochgefahren wurden.. „Alles lief wie am Schnürchen, sodass wir wie geplant bereits am Pfingstmontag (20.05.) ab 12 Uhr nach Beendigung der Reparaturarbeiten die eigene Station schrittweise wieder aktivieren und die Leihstation gleichzeitig sukzessiv stillsetzen konnten“, berichtet Zura. Am folgenden Dienstag (21. Mai) begann der Abbau der Ersatzlösung. Der Lieferumfang von Aerzen International Rental umfasste unter anderem:
- sechs drehzahlgeregelte, ölfrei verdichtende, luftgekühlte Aerzener Schraubenverdichter, darunter vier Anlagen des Typs TVO 2100 (VMT 2L) , Antriebsleistung je 315 kW, Liefermenge jeweils maximal 33,33 m³/min, drehzahlgeregelt, eine Anlage des Typs TVO 1200 (DTS 20), Antriebsleistung 200 kW, Liefermenge maximal 30,40 m³/min, drehzahlgeregelt und eine Anlage des Typs TVO 800 (DTS 13), Antriebsleistung 132 kW, Liefermenge maximal 19,13 m³/min, drehzahlgeregelt,
- zwei Adsorptionstrockner (Drucktaupunkt –40 °C),
- fünf dieselgetriebene Generatoren (Einzelleistung 400 kW) und
- fünf doppelwandige, befüllte Dieselkraftstofftanks (Volumen je 5000 l) inklusive Kraftstoffleitung.
„Aerzen International Rental hat die gesamte Aktion einschließlich Auf- und Abbau mit eigenem Personal realisiert. Alle im voraus zugesagten Termine wurde eingehalten. Nach gut einer Woche einschließlich Auf- und Abbau der Ersatzstation war die Aktion erledigt“, versichert Zura.
* Norbert Barlmeyer ist freier Journalist in 33611 Bielefeld. Weitere Informationen: Aerzener Maschinenfabrik, 31855 Aerzen
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