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DMG Mori hat in der Entwicklung neuer Bearbeitungslösungen mechanische Maschinenkomponenten optimiert und applikationsspezifische Techniken (unter anderem Oberflächenrückführung und -vermessung mittels Laser sowie Oberflächenreinigung und -aktivierung mittels Atmosphären-Druckplasma) integriert. Daraus sind eine mobile Fräseinheit sowie stationäre Bearbeitungszenten entstanden, um Composite-Bauteile für die Serienproduktion sowie beschädigte Oberflächen im Bereich MRO effektiv und flexibel bearbeiten oder reparieren zu können.
Aktor mit implementierter Piezotechnik
Die Ultrasonic-Technik wird bereits durch die Sauer GmbH in Produkte von DMG Mori integriert. Basierend auf einer standardisierten HSK-Werkzeugaufnahme hat das Unternehmen einen speziellen Aktor mit implementierter Piezotechnik entwickelt. Diese Aktorik ermöglicht darüber hinaus die flexible Integration weiterer faserverbundgerechter Fertigungsschritte. So lassen sich beispielsweise Lasermesssysteme zur Oberflächenrückführung oder ein Atmosphärendruckplasma zur Oberflächenreinigung sowie -aktivierung als eigenständige Werkzeuge automatisiert in die Maschine einwechseln.
Unter anderem sind die DMF 260 linear sowie die DMF 360 linear mit der Ultraschalltechnik ausgestattet. Als Ultrasonic 260 und Ultrasonic 360 profitieren die Modelle ebenfalls von dem steifen, langzeitstabilen und thermosymmetrischen Maschinenkonzept, das die hohe Präzision im Dauerbetrieb erlaubt. In der stationären Ultrasonic-Zerspanung nutzt DMG Mori – basierend auf der Gantry-Bauweise der A-Achse kombiniert mit dem B-Achs-Schwenkkopf – den sogenannten Technologierahmen. Durch ihn können komplexe Werkstücke wie Rotorblattsegmente dynamisch fünfachsig bearbeitet werden. Die Maschinen sind außerdem mit einem geschlossenen Bearbeitungsraum und einer Raumabsaugung mit integrierter Feinstaubüberwachung sowie Wärmerückführung ausgestattet. Die explosionssichere Filteranlage garantiert dabei stets eine stabile Filterleistung.
Mobile Fräseinheit für anspruchsvolle Produktionsaufgaben
Bei den neuesten Flugzeuggenerationen kommen im Primärstrukturbereich bereits vermehrt Faserverbundwerkstoffe zum Einsatz. Ganze Tragflächen und Rumpfsegmente werden mittlerweile aus den ultraleichten Kohlefasern hergestellt. Das wiederum stellt komplett neue Herausforderungen an Wartungsbetriebe, denn herkömmliche Reparaturverfahren sind nicht mehr wirtschaftlich anwendbar. Reparaturarbeiten an beschädigten Faserverbundstoffen werden bis dato meist in aufwändiger Handarbeit ausgeführt. Dazu muss in vielen Fällen zum Beispiel das Flugzeug zurück in den Hangar, um manuell repariert werden zu können. Diese Art der Instandsetzung dauert wenige Tage bis mehrere Wochen. Die Luftfahrtindustrie sucht nach adäquaten Lösungen, die es ermöglichen, ihre CFRP-Flugzeuge möglichst schnell und in hoher Qualität instand zu setzen – denn auch im Carbon-Zeitalter wird es im laufenden Luftfahrzeugbetrieb unweigerlich zu Schäden an der Flugzeughaut kommen.
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