Werkzeugmaschinen Modulare Fräsmaschine übernimmt im Flugzeugbau Schlüsselaufgaben

Redakteur: Frank Fladerer

Die Mikromat-V-Reihe umfasst Portal-Werkzeugmaschinen für das Bohren und Fräsen. Ihr modularer Aufbau gestattet unterschiedliche Ausbaustufen beim Arbeitsraum, Automatisierungsgrad und der Leistungsfähigkeit. Die Genauigkeit wird unter anderem durch eine thermische Anpassung aller Medien an den Betreiberort sichergestellt. Neuster Einsatzort für die Sächsische Maschinenbautechnik ist China.

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Mikromat hat im Dezember drei Präzisions-Fräsmaschinen zur fünfachsigen Simultan-Bearbeitung an Kunden in China und Deutschland ausgeliefert. Eine Mikromat 20 V wird künftig in China Schlüsselaufgaben im Vorrichtungsbau eines Herstellers von Triebwerken übernehmen. Neben den Linearachsen X, Y und Z wurde diese Maschine mit zwei Achsen (B, C) im torquegetriebenen Gabelkopf und einer weiteren Achse im optional einsetzbaren Drehtisch ausgestattet.

Die Entscheidung für die Investition fiel in einem offiziellen Ausschreibungsverfahren, bei dem nach Einschätzung der Verantwortlichen bei Mikromat die vielfache positive Erfahrung des langjährigen Kunden ausschlaggebend war. Darüber hinaus hat das Unternehmen bereits Erfahrung mit dem chinesischen Markt und ist direkt vor Ort in Peking präsent, was ebenfalls positiv für die chinesische Investitionsentscheidung gewesen sei.

Eine weitere Mikromat 20 V soll das Portfolio eines deutschen Werkzeug- und Formenbauers erweitern. An dieser Maschine wird neben den Linearachsen (X, Y, Z) mit zwei weiteren Achsen (B, C) im torquegetriebenen Gabelkopf fünfachsig simultan gearbeitet.

Fräsmaschine kann Schruppspindel und HSC-Spindel aufnehmen

Zusätzlich kann an dieser Maschine alternativ zur Schruppspindel eine HSC-Spindel eingewechselt werden. Ein Lehrenbohrwerk Mikromat 8 V mit NC-getriebenem Dreh- und Schwenktisch wird künftig fünfachsige Simultanbearbeitung im Bereich Werkzeug-Entwicklung ebenfalls in einem deutschen Unternehmen realisieren.

Um eine möglichst hohe Präzision sicherzustellen, wurde die bewährte Maschinengeometrie mit Portalbauweise und bewegter Tischachse beibehalten und hinsichtlich Genauigkeit und Steifigkeit optimiert. Als Antriebselement werden spezielle Wälzschraubtriebe mit beidseitigen Fest-Fest-Lagerungen eingesetzt.

Eine Lagerseite wurde so konzipiert, dass sie die Erwärmung kompensieren kann, die sich mit den im Formenbau üblichen großen Laufwegen der Achsen ergibt. Die störende Längendehnung des Wälzschraubtriebes wird damit ausgeglichen.

Lagerung schafft Ausgleich für wärmebedingte Ausdehnung der Fräsmaschine

In die Fräsmaschine können Dreh-Schwenk-Köpfe unterschiedlicher Baugrößen integriert werden. Beide Achsen im Bearbeitungskopf sind mit hochdynamischen Torque-Antrieben und direkten Messsystemen ausgerüstet, um die notwendige Dynamik und Genauigkeit zu erreichen. Gleiches gilt für die Motorspindel im Dreh-Schwenk-Kopf.

Zur Auswahl stehen Motorspindeln mit Werkzeugaufnahmen in HSK 63 und HSK 100. Die Drehzahl kann von 7000 bis 24000 min-1 gewählt werden.

Um eine Vor- und Endbearbeitung auf einer Maschine zu realisieren, können mehrere Spindeln im Pick-Up-Verfahren automatisch gewechselt werden. Dabei können Werkzeugaufnahmen unterschiedlicher Größen zum Einsatz kommen, weil Werkzeugwechsler und Werkzeugspeicher konfigurierbar sind.

Die Maschinenbaureihe Mikromat 20 V ist mit Tischgrößen von 1250 mm × 2000 mm bis 2400 mm × 5000mm und die größere Mikromat 40 V bis 3800 mm × 7000 mm lieferbar. Die Tischbeladung beträgt maximal 25 t. Die Durchlasshöhe, also der Abstand zwischen Spindelnase und Tisch, kann entsprechend dem Werkstücksortiment gestuft angepasst werden.

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